Rallye Masters - Anglade ist skeptisch
Brauchen einen Sieg
Motorsport-Magazin.com - Er ist eines der deutschen Nachwuchstalente in Deutschland. Viele setzen ihre Hoffnungen auf den 21-jährigen aus dem Saarland. Bereits mit seinem Klassensieg beim WM-Lauf in Deutschland bestätigte er seine Begabung: Nachdem Patrick Anglade am ersten Tag der ADAC Rallye Deutschland nach einem Unfall im Klassement weit zurückgefallen war, zeigte er an den beiden darauf folgenden Tagen eindrucksvoll sein Können: Er setzte am Samstag alle Bestzeiten und holte allein am zweiten Tag sieben Minuten Rückstand aus eigener Kraft wieder auf. Mit dem nötigen Quäntchen Glück erreichte der Youngster aus dem Saarland das Ziel am Sonntag trotzdem noch als Erster in der Dieselklasse.
Im Gespräch mit dem adrivo Motorsport-Magazin zeigt sich der Jungsporn allerdings skeptisch: "Ich freue mich auf den ersten Lauf nach der Sommerpause im HJS Diesel Rallye Masters. Der Sieg beim letzten Lauf am Stemweder Berg und die vielen Erfahrungen von der Deutschland Rallye motivieren mich zusätzlich. Für mich geht es darum, eine "saubere" Rallye mit einer geringen Fehlerquote zu fahren."
Für Anglade ist klar: "Um unsere Chancen auf den Titel aufrecht zu erhalten, brauchen wir allerdings einen Sieg an der Ostsee. Aber da auch diese Veranstaltung komplettes Neuland für mich ist, bin ich auch mit einem Platz auf dem Podium zufrieden. Denn die Wertungsprüfungen, die ich bisher im Norden gefahren bin, haben mir von der Charakteristik her nicht so gut gefallen. Der Herausforderung sehe ich trotzdem positiv entgegen. Ich weiß, dass wir unser Bestes geben werden, um einen guten Lauf abzuliefern und - wer weiß - vielleicht freunde ich mich noch mit den nordischen WPs an"
Anglades Pläne für die Zukunft stehen noch nicht auf sicheren Füßen. "Ich würde natürlich sofort "ja" sagen, wenn mir jemand ein Cockpit in der WM anbieten würde, aber so weit ist es leider noch nicht. Und im Rallyesport ist es auch so wie in vielen anderen Sportarten: Nicht allein das Talent entscheidet, sondern auch das Finanzielle spielt eine große Rolle. Aber mein Ziel kann es nur sein, irgendwann mal in einem WRC (World Rallye Car) zu fahren. Im kommenden Jahr möchte ich mich auch weiterentwickeln. Es ist jetzt mein zweites Jahr mit dem Diesel und würde gern ein stärkeres Auto fahren und in der Deutschen Rallye Meisterschaft fahren. Die Super2000 sind stark im Kommen und es fahren jetzt schon viele in der IRC (International Rallye Challenge). DRM und IRC - vielleicht ist das der richtige Weg für die Zukunft. Für konkrete Planungen ist es jetzt aber noch zu früh."










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