Freitag, 10.10.2008
Sa, 03.05.2008

Rallye Masters - Richert/Prillwitz bauen Masters-Führung nach Sieg

Der Vorsprung wächst

Nach einem spannenden Sekundenkampf gewannen Frank Richert / Matthias Prillwitz die ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land.
© ADAC

Motorsport-Magazin.com - Für das Berliner Duo wurde nach 16 Wertungsprüfungen (129,4 km) eine Gesamtfahrzeit von 1:28:01,0 Stunden auf der Zielrampe notiert. Der zweimalige Niederländische Rallye-Meister Jan Nijhof lag zusammen mit Co Bart Hissink im Toyota Celica GT-Four knappe 18,9 Sekunden zurück. Trotz massiver Probleme im Antriebsstrang auf der letzten WP retteten Carsten Alexy / Karlheinz Knaus (Rothenburg / Östringen) im Audi S2 quattro ihren dritten Gesamtrang ins Ziel. Eine sensationelle Vorstellung bot der amtierende ADAC Rallye Junior Cup-Champion Mathias Kuhnert aus Lahstedt. Gemeinsam mit seinem Warsteiner Co Jens Söbke fuhr er im Feld der 114 Starter mit dem kleinen Citroën C2R2 auf den vierten Platz. In der Masters-Wertung schob sich Kuhnert mit 55 Zählern auf Rang zwei hinter Richert, der mit 116 Punkten seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte. Mit Rang zwei in der Division 4 belegen Dirk Klemund / Thomas Schöpf (54 Punkte) im Subaru Impreza nun den dritten Zwischenrang nach vier von acht Vorläufen zu den ADAC Rallye Masters.

Schon die Auftakt-Prüfung zeigte, dass es für Frank Richert nicht einfach werden würde, den Vorjahreserfolg zu wiederholen. Den Wimpernschlag von 0,1 Sekunden hinter Richert überquerte Nijhof die Ziellinie. Der zweimalige Sulingen-Sieger Armin Holz war derweil nach einem Ausritt im VW Golf Kit-Car schon ins Nirwana der Ergebnislisten abgetaucht. Axel de Fries (Mitsubishi Lancer) folgte dem Spitzenduo in Schlagdistanz, musste nach einem Defekt an der Hinterachse aber aufgeben. Das IVG-Gelände, ein ehemaliges Militär-Depot, zählt zu den wirklich anspruchsvollen Prüfungen in Deutschland. "Kurve an Kurve; und diesmal auch extrem rutschig," lautete die respektvolle Kurzbeschreibung vieler Teams. Nijhof leistete sich dort zwei Dreher und rutschte 34 Sekunden zurück. Sekunde für Sekunde robbte er sich wieder an Richert heran, der bekannte, "ich freue mich schon auf die Nachmittagsprüfungen mit dem hohen Schotteranteil". Über 20 Sekunden war der Berliner auf der ersten dieser Prüfungen schneller als Nijhof, der über fehlende Motorleistung klagte. Aber auch nach der Reparatur kam der Niederländer im ex-WM-Auto von vierfach-Weltmeister Juha Kankkunen nicht mehr richtig an Richert heran. Der beschränkte sich darauf, seinen Vorsprung bis ins Ziel kontrolliert zu verteidigen.

Mit den Plätzen fünf bis sieben in der ersten WP machten Kuhnert, Matthias Homuth (Salzkotten, Opel Kadett GSI) und Olaf Müller Ahlden, BMW 320is schon sehr früh klar, dass sie ganz vorne mitmischen wollten. Das Spitzentrio aus der Division 5 machte den Leistungsnachteil ihrer Fahrzeuge durch eine beeindruckende Fahrweise wett. Kuhnert übernahm die Führungsarbeit, fuhr bis auf Platz vier nach vorn und verteidigte dieses tolle Resultat auch auf den Schotteretappen gegen die heranstürmenden PS-Protze. Homuth wurde durch einen Motorschaden und Müller durch ein Getriebeproblem gestoppt.

Die Division 2 für bärenstarke Boliden mit nur einer angetriebenen Achse ging erstmals an das schleswig-holsteinische Duo Timo Grätsch / Alexandra Gawlick (Handewitt) im BMW M3. Nach mehreren Führungswechseln setzten sie sich gegen ihren niederländischen Markenkollegen Dick Bloemendaal und die beiden Volvo-Piloten Gerben Brouwer und Gerad Hofhuis durch.

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Schlagwörter: ADAC Rallye Masters, Sulingen,

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