Montag, 13.10.2008
Do, 15.05.2008

Formel 1 - Die ECU als mögliche Safety Car Lösung

Tempolimit per Display

Auf der Suche nach einer besseren Safety Car Regelung könnte die ECU bei der Einführung eines Tempolimits bei der Fahrt an die Box helfen.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Nicht erst seit Nick Heidfeld in Barcelona während der Safety Car Phase nach Heikki Kovalainens Unfall bei geschlossener Boxengasse an die Box musste, wird über die Regeln während des Safety Cars diskutiert. Damals wurde die Diskussion um dieses Thema aber wieder ein wenig lauter und ein wahrscheinlicher Lösungsansatz scheint sich abzuzeichnen. Denn unsere Kollegen von Autosport haben erfahren, dass es möglicherweise mittels der Standardelektronik (ECU) möglich wäre, den Fahrern anzuzeigen, wie schnell sie an die Box fahren können, sobald das Safety Car auf die Strecke kommt.

Genau das Thema der Geschwindigkeit war der Grund, warum die Regel eingeführt wurde, die Boxengasse zu schließen, wenn das Safety Car auf die Strecke geht. Denn man wollte vermeiden, dass Autos an der Unfallstelle vorbei an die Box rasen, um schnell noch ihren Stopp zu erledigen. Auf der anderen Seite werden aktuell Fahrer bestraft, denen einfach das Benzin ausgehen würde und die an die Box kommen müssen, weil sie sonst einfach stehen bleiben würden.

Das bisherige Problem an einer Änderung der Regeln war, dass man nach wie vor garantieren wollte, dass die Autos nicht zu schnell an der Unfallstelle vorbeikommen. In der Türkei wurde darüber gesprochen, ein Geschwindigkeits-Limit einzuführen, mit dem man an die Box fahren darf, wenn das Safety Car auf die Strecke geschickt wird und die FIA wollte diesen Vorschlag auch genauer analysieren. Und dabei käme nun eben die ECU ins Spiel, über die man die Fahrer bezüglich des Limits per Display über besagtes Limit informieren könnte. Laut FIA-Software-Experten soll das machbar sein, wenn auch nicht einfach.

Da die Lösung aber auch getestet werden muss, wird es vor dem Rennen in Frankreich im Juli wohl nicht zu einem Einsatz des Systems kommen. Dadurch dürften auch die aktuellen Safety Car Regeln in Monaco und Montreal gelten - zwei Rennen, die nicht unbedingt zu den Unfallärmsten des Jahres zählen. Eine Regeländerung käme aber wohl allen recht. GPDA-Direktor Mark Webber hatte dazu gemeint: "Es wird diskutiert, aber es wird wohl noch mindestens ein paar Rennen dauern. Wie wir schon vorher gesagt haben, jeder will das aufgeklärt haben - Fahrer, Team Management und die FIA."

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