MINI Challenge - Die Meisterschaft ist entschieden
That was Swedish Style
Motorsport-Magazin.com - Der 14. Lauf der MINI Challenge Saison 2008 brachte die Entscheidung in der Meisterschaft, hatte aber zusätzlich über die ganzen dreißig Minuten alles, was das Motorsport-Herz begehrt. Am Start waren die Fahrer mit den geraden Plätzen im Vorteil, da die Spur dort ein wenig trockener war. In der ersten Schikane wurde der Platz aber ein wenig eng. Vor allem weil die Anbremszone noch nass war, drehten sich Pole Sitter Olivier Metz, sowie Roger Büeler und Daniel Keilwitz. Letzterer steuerte direkt die Box an und gab das Rennen mit einem kapitalen Frontschaden auf. Erwin Piro drehte sich ebenfalls gleich am Anfang, während Christian Feineis die grüne Linie außen herum wählte.
Nach der ersten Runde führte Marcel Leipert das Feld vor Michael Scheublein, Hari Proczyk und Steve Kirsch an. Daniel Haglöf verlor am Start einen Platz, fuhr dann aber drei schnellste Rennrunden am Stück und eroberte sich einen um den anderen Platz. In der zehnten Runde - etwa bei Halbzeit des Rennens - stand Daniel Haglöf dann schließlich ganz oben auf dem Zeitenmonitor und gab diesen Platz nicht mehr ab.
Auch durch Glück bei einer Überrundung konnte er sich ein kleines Zeitpolster schaffen und fuhr sein Rennen recht gefahrlos nach Hause. Am Ende war er glücklich, seiner Freundin eine weitere Flasche Sekt überreichen zu können: "Wir haben nach Oschersleben einen neuen Motor eingebaut und damit auch getestet. Jetzt habe ich endlich wieder volle Leistung und keine Motoraussetzer mehr. Wozu das führt, sieht man an meiner Platzierung. Ich bin sehr glücklich, es fühlt sich gut an!"
Marcel Leipert kam durch die Überrundungen in direkte Schlagdistanz zu Hari Proczyk, unglücklicherweise gab es dann allerdings eine Kollision in der Nocksteinkehre, deren Ablauf Leipert so zu Protokoll gab: "Durch die Überrundung bin ich so nahe an Hari ran gekommen, dass ich in der Position war, ihn in der Nocksteinkehre zu überholen. Beim Anbremsen war ich innen und stand voll auf der Bremse. Dann kam Hari einen Tick zu früh nach innen rein und ich habe ihn getroffen. Mir tut es sehr leid, dass ich dadurch in die Meisterschaft eingegriffen habe, auch weil ich den Hari sehr mag."
Der Dritte des Rennens war Thomas Neumann, der mit diesem Ergebnis und durch Proczyks Ausfall die Meisterschaftswertung für sich entschied. Allerdings war er direkt aus seinem Auto zur Siegerehrung gekommen und hatte noch nicht den großen Überblick. Daher war sein erster Kommentar zum Rennen: "Bin ich Meister oder was?" Abgeklärter war da Joachim Schirra, der den Pokal des schnellsten Gentleman-Fahrers (Piloten über 50 Jahre) entgegennahm: "Ich hatte einen miserablen Start, aber irgendwie haben sich alle gedreht, die mich überholt hatten. Die Strecke war außerhalb der Ideallinie sehr glitschig, so dass ein Überholen nicht einfach war."
Für den letzten Lauf der Saison 2008 am Samstagabend stand für einige Teams eine größere Reparaturschicht auf dem Programm: Gert Rolef landete schon auf dem Weg zur Startaufstellung in der Begrenzung, Daniel Keilwitz trug den beschriebenen Frontschaden aus der ersten Schikane davon und Christian Feineis hatte sogar einen Überschlag ins Kiesbett vor der Start-/Zielgeraden zu beklagen. Sonst waren die meisten Fahrzeuge mehr oder weniger unbeschadet zurück im Boxenzelt und bereit für den letzten Lauf am Nachmittag.











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