Sa, 06.09.2008

GP2 - Exklusiv - Di Grassi ohne Glück

Ärger über Pantano und die Stewards

Lucas di Grassi lieferte ein fabelhaftes Rennen ab, wurde aber nicht belohnt - sonder nur abgeschossen.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Lucas di Grassi war der zweite unglückliche und restlos verärgerte Brasilianer in Spa: Nach seinem Bremsproblem im Qualifying, das dort einen frühen Ausritt und den letzten Startplatz bedeutete, schien er das Schicksal noch einmal wenden zu können - ehe es ihn in Gestalt von Giorgio Pantano endgültig ereilte. "Ich habe mich von ganz hinten bis auf Platz acht vorgekämpft, unzählige Leute überholt, wirklich gefightet - und dann schießt er mich einfach ab, macht mir die Chance kaputt, morgen von der Pole zu starten, zu gewinnen, und damit weiter um den Titel mitzukämpfen," war er außer sich.

Wobei er keinen Zweifel daran ließ, dass er nicht an einen dummen Fehler von Pantano glaubte, sondern dem Meisterschaftsführenden Absicht unterstellte: "Er kam mit derart viel Überschuss an, so verbremst man sich nicht. Und dann behauptet er noch, ich hätte 45 Meter früher als normal gebremst, lächerlich..." Deswegen ging Di Grassi auch zu den Stewards, forderte eine Strafe für Pantano - und zwar eine, die wenigstens ein bisschen Gerechtigkeit wiederherstellen solle: "Wenn er jetzt für das Sonntagsrennen vielleicht zehn Startplätze zurück muss, dann kratzt ihn das doch nicht, weil er ja eh hinten ist. Wenn, dann müsste er eine solche Strafe für Monza bekommen. Das habe ich versucht, den Sportkommisaren zu erklären - aber ich bekam nur zur Antwort, ich solle ihnen nicht sagen, wie sie ihren Job zu machen hätten..."

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