Fr, 15.08.2008

GP2 - Kolumne - Sébastien Buemi

Viel Spaß in Budapest

Das Wochenende in Ungarn bereitete Sébastien Buemi jede Menge Spaß. Erst fuhr er Formel 1, dann gewann er in der GP2.
© Patching/Sutton

Motorsport-Magazin.com - Nach einem schweren Start am Freitag ist mir in Ungarn mit meinem zweiten Sieg in der GP2 Serie doch noch ein gutes Wochenende gelungen. Hoffentlich war dies nicht der letzte Erfolg in dieser Saison, denn ich will auf jeden Fall noch ein Hauptrennen gewinnen - aus eigener Kraft. Und wenn ich es noch dann schaffe, ein paar Mal auf das Podium zu fahren, ist in der Meisterschaft der dritte Platz möglich. Doch um diese Ziele zu realisieren, ist einige Arbeit notwendig.

Da wir zu Beginn des Wochenendes oft Probleme mit der Abstimmung haben und am Freitag nur eine Stunde gefahren wird, haben wir für das erste Rennen am Samstag meistens keine gute Ausgangsposition. Erst im Laufe der drei Tage werden wir langsam schneller, bis dann am Sonntag im Sprint alles passt. Es gilt einfach, das richtige Setup schon früher zu finden - dann haben wir schon am Samstag gute Karten.

Vielleicht haben wir es in Valencia etwas einfacher
Sébastien Buemi

Vielleicht haben wir es in Valencia etwas einfacher, denn der Stadtkurs ist für alle Teams absolutes Neuland. Bisher ist dort niemand gefahren, abgesehen von ein paar Piloten, die die Strecke in GT-Fahrzeugen oder im Formel 3 erkundet haben. Ich selbst habe auf einen Einsatz verzichtet, werde mich aber intensiv im Simulator auf das anstehende Rennen vorbereiten.

Zu den größten Kontrahenten um den Sieg werden auch in Spanien die bekannten Teams zählen. Für den größten Gegner halte ich zur Zeit iSport und Racing Engineering. Bruno Senna und Giorgio Pantano sind immer konstant und vorne dabei. Nicht ganz so konstant ist ART, doch ich weiß ganz genau, dass man Romain Grosjean nie unterschätzen darf. Gegenwehr kann man auch von Piquet Sports erwarten - sie haben in den letzten Rennen ein großen Schritt gemacht und können mittlerweile wieder vorne mitmischen. Im Qualifying waren sie schon immer schnell, jetzt haben sie auch für die Rennen ein gutes Setup gefunden und sind als sehr stark einzuschätzen.

Demo-Fahrt im Formel 1

Ich werde immer versuchen so schnell zu fahren wie es geht und zusammen mit dem Team das Maximum zu erreichen. Zumindest im Sprintrennen von Budapest hat das prima funktioniert. Zwar konnte ich Andy Soucek nicht, wie geplant, am Start schnappen und musste mich einige Runden hinter ihm gedulden, doch als er dann einen Fehler machte, zog ich vorbei und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Ich bin mir sicher, dass ich auch ohne seinen Verbremser hätte gewinnen können - schließlich war ich gegen Rennende deutlich schneller unterwegs und habe mir einen klaren Vorsprung erfahren...

JavaScript muss aktiviert sein. Den neuesten Flash-Player gibt es hier.

In Ungarn gehörte jedoch nicht nur der Sieg zu den schönen Erlebnissen des Wochenendes. Zusammen mit meinem Sponsor Red Bull und Gerhard Berger bin ich im Vorfeld des Rennens im Formel 1 durch die Straßen von Budapest gefahren. Mir machen solche Showevents immer sehr viel Spaß, denn wir haben dort einen engen Kontakt zu den Fans, die die Boliden fast berühren können. Diesmal bin ich gleich mit zwei Autos, nämlich dem Red Bull und dem Toro Rosso gefahren - nicht viele Piloten sollten in einen solchen Genuss kommen...

Euer Sébastien Buemi
Artikel bewerten
kommentieren
versenden
drucken
  • schlecht
  • mäßig
  • brauchbar
  • gut
  • super

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews
Sébastien Buemi
Sébastien Buemi

Alles begann mit einem Weihnachtsgeschenk - einem Go-Kart. Danach ging es schnell durch die Formel BMW bis in die Formel 3 EuroSerie und sogar die GP2. Zudem fährt Sébastien für sein Heimatland Schweiz in der A1GP Serie.