WTCC - Müller zurückhaltend zum Sieg
Von 5 auf 1
Motorsport-Magazin.com - Jörg Müller konnte im ersten Lauf zum Rennwochenende der WTCC in Brands Hatch überzeigen. Der Deutsche war von Startplatz fünf in das Rennen gegangen und konnte sich im weiteren Verlauf nach vorne kämpfen, und zwar bis an die Spitze, wo er für den Rest des Rennens auch bleiben sollte.
Mit über sechseinhalb Sekunden Vorsprung auf den Seat-Piloten Yvan Muller konnte er das erste Rennen gewinnen. Team- und Markenkollege Augusto Farfus, der sich am Vortag mit hauchdünnem Vorsprung die Pole holen konnte, schied gleich in der ersten Runde aus.
Zu hart waren die Attacken von Alain Menu der einen guten Start hinlegte und nicht lange zögerte, bevor er den Pole-Sitter angriff. Zahlreiche Berührungen später, war das Rennen von Farfus gelaufen. In Folge der wilden Zweikämpfe mit Menu geriet der Brasilianer in Schwierigkeiten, konnte sein Auto nicht länger unter Kontrolle halten und buchsierte den schuldlosen Nicola Larini gleich mit ins aus. Larini musste ob der starken Beschädigung seines Wagens auf der Beifahrerseite aussteigen.
Für Müller war es der erste Sieg in der laufenden WTCC Saison. Begünstigt durch die Vorfälle seiner Konkurrenten, welche vor ihm lagen, konnte Müller mit einer konstanten Leistung in Richtung Sieg fahren. Andy Priaulx hatte seinerseits ein sehr spannendes Rennen, kämpfte er doch mit Yvan Muller durchgehend um die zweite Position, die ihm nur um knapp zwei Zehntel verwehrt blieb.
Spannend wurde es im weiteren Rennverlauf auch noch einmal für Alain Menu, die harten Berührungen mit Farfus gingen auch an seinem Wagen nicht spurlos vorüber. Menus Stoßstange begann sich zu lösen, was sie in der sechsten Runde dann auch endgültig tat. Dennoch blieb der Chevrolet-Pilot dicht hinter Andy Priaulx, an den er jedoch nur in den Kurven herankommen konnte.
Für Aufregung sorgte der spätere Zweitplatzierte Yvan Muller, der fast die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Muller konnte das ausbrechende Heck jedoch wieder unter Kontrolle bringen und hatte Glück, dass Priaulx die Situation nicht auszunutzen wusste. Auszunutzen wusste aber Alain Menu seine Situation und so ließ dieser sich vor Ende des Rennens bis auf den achten Platz zurückfallen, wahrscheinlich, um dann im zweiten Rennen von der Pole Position starten zu dürfen.
Dadurch konnte Alex Zanardi auf Position vier ins Ziel kommen, eine Sekunde hinter einer möglichen Podiumsplatzierung. Hinter Zanardi komplettierten Tom Coronell und Felix Porteiro die Positionen fünf und sechs. Gabriele Tarquini der bis zu diesem Zeitpunkt die Meisterschaft angeführt hatte, konnte aus seinem 18. Startplatz noch einen akzeptablen siebten Rang machen.









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