Sa, 26.07.2008

Seat Supercopa - Exklusiv - Thiim gewinnt hinter dem Safety-Car

Regen & Rennabbruch

Hinter dem Safety-Car hat Nicki Thiim beim elften Saisonrennen die Ziellinie als Erster überquert und baut so die Tabellenführung aus.
© Seat/Urner

Motorsport-Magazin.com - Mit einem Sieg im elften Saisonlauf konnte Nicki Thiim seinen Vorsprung im Seat Leon Supercopa ausbauen. Nach einem Rennabbruch gab es zwar nur die Hälfte der Punkte, doch der Däne profitierte von den schlechten Ergebnissen seiner direkten Verfolger: Jimmy Johansson wurde nur Vierter, Christoffer Nygaard hatte nach einer Kollision in der ersten Runde schon früh keine Chancen mehr auf ein gutes Resultat.

Schon nach den ersten Metern sprach alles für Nicki Thiim, der den Sprint zur ersten Kurve für sich entschied und dann schnell einen kleinen Vorsprung herausfuhr. "Ich habe einen guten Start erwischt und dann die Zweikämpfe hinter mir ausgenutzt", erläuterte der Däne gegenüber adrivo.com. Schon nach der ersten Runde war die Lücke zu Hammel 1,7 Sekunden groß. "Ich konnte das Rennen kontrollieren. Als der Regen kam musste ich voll fahren, damit die Reifen ihre Temperatur behielten."

Auch der zweite Platz von Heiko Hammel blieb weitestgehend ungefährdet, während sich Thomas Marschall heftigen Angriffen von Jimmy Johansson erwehren musste, aber die Oberhand behielt. "Ich kam nicht gut weg und Jimmy konnte sich neben mich setzen", berichtete der Routinier nach dem Rennen. "Doch als er Heiko angegriffen hat entstand eine Lücke, die ich nutzen konnte. Danach hat Nicki die Pace gemacht, Heiko und ich konnten folgen und wir haben uns deutlich von Jimmy abgesetzt." Direkt dahinter platzierte sich Constantin Dressler, für den der spätere fünfte Rang das bisher beste Ergebnis im Seat Supercopa sein sollte.

In Runde neun kam dann der große Regen. Nachdem es erst ein wenig tröpfelte, öffneten sich kurze Zeit später die Schleusen über der Eifel. Die Rennleitung reagierte sofort und schickte das Safety-Car auf die Fahrbahn, um das auf Slick-Reifen gestartete Feld einzufangen. "Ich wäre gerne noch eine Runde mehr gefahren, das wäre sicher spannend geworden", sagte Marschall im Ziel. Großen Sinn machte die Prozedur hinter dem Safety-Car jedoch nicht - nach elf Runden brach man das Rennen mit der roten Flagge ab, allerdings bevor das Feld 75% der Renndistanz absolviert hatte - "Schade, dass es nur die halbe Punktzahl gibt. Aber Hauptsache, ich habe die meisten...", so der Rennsieger Thiim.

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