Seat Supercopa - Thiim glücklicher Gewinner
Strafenhagel in der Lausitz
Motorsport-Magazin.com - Nicki Thiim konnte sich nach seinem dritten Saisonsieg im Seat Leon Supercopa nicht wirklich freuen. Der Däne profitierte auf dem regennassen EuroSpeedway von Strafen und Disqualifikationen gegen die Konkurrenz. Nach 17 Runden überquerte der Tabellenführer die Linie eigentlich als Dritter. Doch schnell wurde klar, dass der vor ihm liegende Damian Sawicki - so wie drei Kollegen dahinter - eine Sektorbestzeit unter gelber Flagge gefahren hatte. Wenig später wurden bei der technischen Untersuchung Unstimmigkeiten am Auto von Thomas Marschall festgestellt - der das Rennen dominierte und deutlich gewann. Der Leon des amtierenden Meisters im Supercopa lag zu tief und wurde folgerichtig aus der Wertung genommen. Ein Fünkchen Hoffnung besteht für Marschall dennoch: bisher hat der DMSB den Beschluss noch nicht offiziell bestätigt.
"Im fünften Rennen zum fünften mal auf dem Podest - was will ich mehr. Das Rennen war Schwerstarbeit, hat aber auch Spaß gemacht. Im Zweikampf mit Sawicki waren mir am Ende die Punkte wichtiger, als ein spektakuläres Überholmanöver, das womöglich im Kiesbett geendet hätte", gab Thiim kurz nach dem Rennen zu Protokoll, als er von seinem Glück noch gar nichts wusste. "Über die Strafen gegen Damian und Thomas kann ich mich natürlich nicht freuen."
Der große Vorsprung von Marschall resultierte mit Sicherheit nicht aus dem zu tief liegendem Auto. "Was meinen Vorsprung anbetrifft, kann ich nur sagen, dass ich die bessere Linie hatte und beim Gas geben mit etwas mehr Gefühl gefahren bin", so Marschall kurz nach dem Rennen. Am Start hatte Marschall noch nicht die optimale Ausgangsposition, denn er hatte keine freie Sicht nach vorne. "Der Start verlief für mich sehr vernünftig. Danach habe ich mich zurück gehalten, denn aufgrund der Gicht konnte ich kaum etwas sehen", erklärte Marschall, der danach merkte, dass er beim Beschleunigen auf die vor ihm liegenden Sawicki und Thiim gutmachen konnte. " Nachdem ich Sawicki und dann auch Thiim überholt hatte, konnte ich mich ganz auf mein Rennen konzentrieren." Für den ersten Saisonsieg sollte es trotzdem nicht reichen - und auch am Sonntag wird es für den Eggensteiner richtig schwer, wenn er von ganz hinten starten muss.
Die großen Nutznießer waren Christoffer Nygaard und Heiko Hammel. Der Däne lief eigentlich nur auf der fünften Position ins Ziel ein, lag hinter Sawicki sowie Jimmy Johansson - der wie Sawicki, Constantin Dressler und Philipp Leisen eine Strafe kassierte - und konnte sich dann mit Verspätung über seinen ersten Pokal freuen. Oschersleben-Sieger Heiko Hammel kam mit dem nachträglichen dritten Platz wieder im Spitzenfeld ins Ziel, während sich Andreas Pfister über Rang vier und sein damit bis bisher bestes Resultat im Seat-Markenpokal freuen konnte. Eine ansprechende Leistung brachte auch die einzige Dame im Feld: Nicole Müllenmeister bewältigte die schweren Bedingungen und kam als Achte unter die Top-Ten.










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