Do, 15.05.2008

WTCC - Vorschau Valencia

Eingebremst & neu dabei

Für das Rennen in Valencia wird Seat eingebremst. Haben BMW und Chevrolet jetzt bessere Karten? Thompson startet erstmals im Honda Accord.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Gut einen Monat nach dem letzten Rennen in Mexiko steht die Tourenwagen-Weltmeisterschaft kurz vor ihrer Rückkehr nach Europa. Erst vor kurzem testete man das Material in Oschersleben; am kommenden Wochenende finden die Saisonläufe fünf und sechs in Valencia statt. Bisher war das Kräfteverhältnis in der WTCC mehr als deutlich: Seat dominiert mit dem Diesel, dahinter straucheln BMW und Chevrolet.

Bis auf weiteres hat die FIA nun die Reißleine gezogen: ab Valencia werden die schnellen Leon bei 4100 Umdrehungen pro Minute abgeriegelt. Außerdem hat man weiter Ladeluftdruck und Benzindruck fest im Blick - zu hohe Werte sind tabu. Freuen kann sich dagegen Alex Zanardi: der BMW des Italieners ist ab dem Rennen in Spanien 15 Kilogramm leichter. Zudem sicherte die FIA zu, dass das Gewicht des N.technology Honda Accord jederzeit angepasst werden kann. Momentan fehlen hier noch die ersten Erkenntnisse, denn James Thompson, der den einzigen Honda im Feld steuern wird, ist in Valencia zum ersten Mal im Starterfeld vertreten.

"Es wird schwer die Leistungen der ersten beiden Rennen in Valencia zu wiederholen", befürchtet Tabellenführer Rickard Rydell. "Aber das nächste Rennen ist sehr wichtig für uns, denn es ist das Heimspiel von Seat. Ich will so viele Punkte wie möglich holen." Auch Rydells Teamkollege Yvan Muller übt sich vor der dritten Saisonstation im Tiefstapeln: "Das Wochenende in Valencia wird sehr kompliziert. Es wird sicher sehr heißt und die kurvenreiche Strecke liegt den BMW."

"Ich bin optimistisch, dass wir in Valencia näher an unsere Konkurrenten heranrücken können, als es noch in Puebla der Fall gewesen ist. Die Rennen in Spanien sind meistens extrem actionreich und spannend, die Zuschauer bekommen eine Menge geboten", stellt Weltmeister Andy Priaulx fest. Für den Briten soll der Europa-Start ein Neuanfang in die Saison werden - zur Zeit liegt Priaulx nur auf dem fünften Platz in der Gesamtwertung.

"Alle unsere Testfahrten seit Puebla sind wirklich gut gelaufen, allerdings weiß man nie was die Konkurrenz gemacht hat und kann deswegen die Zeiten nur schwer vergleichen", sagte Chevrolet-Pilot Alain Menu vor Valencia. "Trotzdem sollten wir in Spanien gute Karten haben - ein Podestplatz ist mit Sicherheit möglich, vielleicht sogar noch mehr!"

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