Britische F3 - Engel holt letzten Saisonsieg
Vize-Meister der britischen F3
Motorsport-Magazin.com - Mit einem überzeugenden Start-Ziel-Sieg im letzten Rennen zur britischen Formel-3-Meisterschaft in Rockingham beendete Maro Engel die Saison, wie er sie im April in Oulton Park begonnen hatte: Mit einem Sieg, diesmal vor seinem Teamkollegen Sam Bird und dem Schweden Sebastian Hohenthal. "Das war ein Rennen nach Maß", strahlte der Carlin-Mercedes-Pilot, der damit auch den Vizemeister-Titel hinter dem Esten Marko Asmer ganz sicher unter Dach und Fach brachte, am Ende mit 26 Punkten Vorsprung auf Stephen Jelley und 28 auf Bird.
Aus der Pole-Position setzte er sich sofort an die Spitze und baute seine Führung bis auf über zehn Sekunden aus, schnellste Rennrunde inbegriffen. "Ich habe mir von meinem Renningenieur immer die Rundenzeiten von Bird hinter mir sagen lassen - und bin dann im Schnitt jeweils eine halbe Sekunde schneller gefahren. Wir hatten so viele kleine Probleme in diesem Jahr, die oft Siege oder gute Ergebnisse verhindert haben, die defekte Lambda-Sonde in Silverstone, das Getriebeproblem und der falsche Flügel in Spa - da war es einfach ein gutes Gefühl, noch mal zu zeigen, was geht. Das war ein richtig guter deutscher Tag heute", meinte er vor allem mit Blick auf den GP2-Meistertitel von Timo Glock und auch den WM-Triumph der deutschen Fußball-Damen, "und ich freue mich natürlich, dass ich da einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte."
Im ersten Rennen, dass der bereits als Meister feststehende Este Marko Asmer souverän vor Atte Mustonen und Sebastian Hohenthal gewann, war es noch nicht so gut gelaufen. "Da war ja schon das Qualifying verpatzt, weil ich auf der abtrocknenden Strecke in der letzten, entscheidenden Runde im Verkehr gesteckt bin. Deshalb nur der neunte Startplatz - und im Rennen selbst ging dann auch nicht viel. Der Wind hatte gedreht, darauf hatten wir mit unserer Abstimmung nicht stark genug reagiert, außerdem hing ich wieder im Verkehr fest, die Vorderreifen wurden immer schlechter, Graining ohne Ende... In den schnellen Kurven im Infield hatte ich zum Teil das Gefühl, ich stehe, so langsam war ich." So wurde es nur der zehnte Platz, "aber dadurch, dass Jelley nur einen Rang vor mir lag und Bird sogar ganz ausgefallen war, hielt sich der Schaden noch in Grenzen."
Nach dem Sieg im zweiten Rennen war diese kleine Enttäuschung sowieso vergessen: "Ich freue mich unheimlich, dass jetzt zum Abschluss noch einmal alles gepasst hat, dass ich wirklich zeigen konnte, wozu wir in der Lage waren. Sicher - über die ganze Saison gesehen haben Asmer und Hitech sicher einen etwas besseren Job gemacht. Sie konnten wirklich konstant gewinnen - das war bei uns halt nicht immer der Fall. Aber zumindest den Vizemeister-Titel haben wir uns redlich verdient und das darf jetzt auf der großen Saisonabschlußparty richtig gefeiert werden."









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