Sa, 25.08.2007

Britische F3 - Exklusiv - Qualifying, Thruxton

Kein Windschatten - in Thruxton ein Desaster

Der Windschatten war das große Übel des F3-Qualifyings in Thruxton. Maro Engel hofft auf besseren Wind am Sonntag.
© Jakob Ebrey

Motorsport-Magazin.com - Pole-Positions für Sebastian Hohenthal und Atte Mustonen und überhaupt etwas ungewöhnliche Startaufstellungen mit Meisterschaftsleader Marko Asmer auf den Plätzen neun und fünf: Die Qualifyings für die Läufe 17 und 18 zur britischen Formel-3-Meisterschaft in Thruxton wurden vor allem von Windschattenspielen entschieden.

Einer der Leidtragenden war Maro Engel, der zumindest im ersten Qualifying ein absolutes Desaster erlebte: "Ich musste schon in der zweiten Runden reinkommen, weil ich massives Übersteuern hatte - und als ich in die Box gefahren bin, ist mir Asmer hinten drauf geknallt und hat mir den Diffusor beschädigt. Die Reparatur hat dann ziemlich lange gedauert, aber wenigstens haben unsere Änderungen funktioniert, das Übersteuern war dann deutlich besser." Dass es trotzdem nur der 15. Platz wurde, lag an dem großen Thruxton-Thema Windschatten.

"So richtig macht mir Thruxton in diesem Jahr keinen Spaß mehr, denn gerade im Qualifying geht es wirklich nur noch darum, wer den besten Windschatten erwischt, nicht mehr, wer am besten fährt oder das Auto am besten hinbringt", ärgert sich Maro ein bisschen. "Denn die beiden schnellen Kurven gehen jetzt mit den neuen Reifen auch für alle völlig problemlos absolut voll, da gibt es also auch keine so großen Unterschiede mehr. Ich war zwar in der ersten Session zum Beispiel in den Kurven genauso schnell oder sogar einen Tick schneller als mein Teamkollege Breen - und der steht auf drei, ich auf 15 - weil ich eben in den vier oder fünf Runden, die mir da ganz zum Schluss noch geblieben sind, keinen Windschatten erwischt habe und auch keine Zeit mehr hatte, gezielt auf jemanden zu warten. Und da fehlen einem dann auf der Geraden gleich mal vier Zehntel."

In der zweiten Session stellte Engel den Carlin-Mercedes dann auf den vierten Startplatz: "Optimal war die Runde nicht, die beiden Kurven nicht hundertprozentig, der Windschatten nicht perfekt, als ich da zum Schluss überholen musste, habe ich noch mal Zeit verloren, sonst wäre es wohl Platz zwei geworden. Aber Rang vier geht, von da aus kann man hier auch um den Sieg fahren. Was von Platz 15 aus geht, muss man sehen. Sicher mehr als auf anderen Strecken, Punkte sollten schon auch da drin sein. Denn wenn man in den Kurven gut ist, sollte man auch vorne bleiben, wenn man auf der Geraden aus dem Windschatten mal vorbei ist..."

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