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Kurz vor einer Entscheidung...
Motorsport-Magazin.com - Jetzt habe ich also für insgesamt vier Teams in der GP2 getestet, DPR, Arden, ART und iSport - und ich fühle mich in dieser Serie schon immer mehr zu Hause. Mit Arden in Paul Ricard in der Woche nach meinem Porsche-Rennen in Hockenheim lief es ja schon recht gut, am Nachmittag, als ich das Team überzeugt hatte, ein bisschen was am Auto verändern zu dürfen, war ich Drittschnellster. Und nachher war dann auch das Team happy, dass sie mich ein bisschen haben experimentieren lassen, sie haben mir erzählt, dass sie bis jetzt in Ricard eigentlich nie besonders schnell gewesen wären. Eigentlich hätte ich vorher schon am Dienstag einen Tag für ART fahren sollen, aber das ist nichts geworden, weil das Team die zwei Tage in Ricard nach dem Tod ihres langjährigen Ingenieurs Steve Marcel ausgelassen hat.
So hatte ich jetzt am Montag in Jerez mein ART-Debüt - und da haben sich sicher manche gewundert, dass ich von den Zeiten her nur im Mittelfeld lag. Aber das hatte einen ziemlich einfachen Grund: Dem Team ging es bei diesem Test darum, das Auto weiterzuentwickeln und nicht, mir zu ermöglichen, jetzt eine besonders schnelle Runde zu fahren. In Jerez macht das sehr viel aus, ob man im Qualifyingtrim mit neuen Reifen unterwegs ist oder nicht - bis zu drei Sekunden, um genau zu sein. Und wenn da die Prioritäten unterschiedlich gesetzt werden, kann man die Zeiten eigentlich nicht mehr wirklich vergleichen.
Positiver ART-Eindruck
Mein Eindruck vom Meisterauto der letzten beiden Jahre, in dem sehr viele Fahrer nächstes Jahr gern sitzen möchten, war sehr positiv. Auch wenn mir die Charakteristik des Grund-Setups, das sie haben, vielleicht nicht so hundertprozentig liegt - und ich war auch mit meiner eigenen Leistung zufrieden. Das Auto war im Renntrim, mit gebrauchten Reifen, sehr gut - und ich bin dann auch gut zurecht gekommen. Ich bin in den Longruns immer praktisch die gleichen Zeiten gefahren wie Ernesto Viso, der ja schon lange in der GP2 ist, letztes Jahr zweimal gewonnen hat und die Strecke kannte. Und auch in der schnellsten Runde war ich bis zum letzten Sektor vor ihm, ehe ich dann vielleicht den Fehler gemacht habe, in der letzten Ecke ein bisschen zu vorsichtig zu sein, um ja die Runde nicht kaputt zu machen... Ich glaube, dass die Ingenieure, die der Teamführung ihre Eindrücke für die Fahrerauswahl mitteilen, auch ganz angetan waren.
Noch besserer iSport-Eindruck
Am Dienstag war dann iSport dran, und nicht nur, weil ich da am Vormittag im Regen zum ersten Mal eine Sessionbestzeit in der GP2 gefahren bin, kann ich sagen, dass mir dieses Auto und das Team von allen vieren auf Anhieb am besten gelegen hat. Die Abstimmung hat mir gleich gefallen, die passt gut zu meinem Fahrstil, und auch mit dem Team und der Arbeitsweise dort bin ich sehr gut zurecht gekommen. Sicher, in den letzten zwei Jahren hatte iSport vielleicht nicht das allerbeste Auto. Aber die Leute sind alle unglaublich motiviert, nächstes Jahr wirklich nach dem Titel zu greifen. Deshalb will man dort auch eher einen erfahrenen neben einem neuen Fahrer, nicht zwei Youngster - auch wenn jetzt Mike Conway und ich zusammen getestet haben. Wenn ich zum Beispiel neben Timo Glock fahren könnte, wäre das sicher sehr gut für mich, von ihm könnte ich bestimmt viel lernen.
Jetzt muss ich halt mit den Teams noch einmal reden, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe. Es gibt dabei sehr viele verschiedene Punkte, die wichtig sind, die man bedenken muss. Aber ich denke, ich habe inzwischen eine solide Informationsbasis - und ich hoffe, dass es dann innerhalb der nächsten ein oder zwei Wochen ein Ergebnis gibt. Schließlich will ich Anfang Dezember in Valencia dann schon für mein neues Team testen.

















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