GP2 - Kolumne - Timo Glock
Ich brauche keine Pause
Motorsport-Magazin.com - Und schon wieder ist ein Rennwochenende vorbei. Das erste Rennen in Ungarn war okay, schließlich hatten wir mit Startplatz 9 eine schlechte Ausgangsposition. Dann noch auf Platz 2 vorzufahren ist in Ordnung, besonders da Nelson Piquet Jr dieses Wochenende dominiert hat - mehr war realistisch gesehen nicht drin.
Trotzdem: Platz 2 brachte uns wichtige Punkte für die Meisterschaft und im Rennen lief wieder alles glatt. Wir hatten eine super Boxenstrategie, die Mechaniker haben einen sensationellen Stopp eingelegt, meine In- und Outlap waren stark; zusammen hat das dazu beigetragen, dass wir noch so weit nach vorne gekommen sind.
Spaß im Regen
Am Sonntag waren die Verhältnisse sehr schwierig, gerade da ich vorher noch nie mit dem Auto im Regen gefahren war. Aus diesem Grund bin ich mit Platz 5 schon zufrieden, aber es wäre natürlich schöner gewesen noch vor Alexandre Premat auf Platz 3 zu landen.
Die Chance dazu war da: Leider habe ich mich schon in der ersten Runde gedreht und bin bis auf Platz 13 zurückgefallen - das war mein Fehler. Dann trotzdem noch auf Platz 5 vorzufahren ist ein gutes Ergebnis. Am Ende hatte ich die Chance meinen Teamkollegen Ernesto Viso anzugreifen, aber da sind mir erneut die Räder stehen geblieben, weil unsere Bremsscheiben zu stark abgekühlt waren.
Allgemein fahre ich gerne im Regen. In den letzten Jahren habe ich die meisten meiner Regenrennen gewonnen und entsprechend viel Spaß macht es mir bei nassen Bedingungen zu fahren. Im Gegensatz zur Formel 1 war es in der GP2 aber auch unter trockenen Bedingungen am Samstag alles andere als langweilig. Der Grand Prix am Sonntag hat das Wochenende dann perfekt abgerundet.
Leider fast schon vorbei
Jetzt steht eine dreiwöchige Pause bis zu den nächsten beiden Läufen in Istanbul an. Vor der letzten großen Rennpause im Juni und Juli sagte ich, dass ich am liebsten gleich wieder ins Auto steigen würde - so viel Spaß hatte ich mit meinem neuen Team. Das ist jetzt immer noch so. Ich kann zwar etwas entspannter in die Pause gehen, aber am liebsten würde ich auch diesmal sofort weiterfahren - mir ist die Pause zu lange.
Das Team macht im Moment einen so guten Job und hat einen so guten Lauf, dass ich schon an diesem Wochenende gleich das nächste Rennen fahren würde. Deswegen freue ich mich bereits auf das Rennen in der Türkei.
Leider bestreiten wir dort schon das vorletzte GP2-Rennwochenende in diesem Jahr. Das ist zwar schade, denn ich würde gerne noch mehr Rennen fahren, aber umso mehr freue ich mich auf die Läufe in der Türkei und in Monza.
WM-Punkte im 1. Rennen - und das in der F1! Timo ließ bei seinem Debüt für
Jordan einige Augenbrauen hochschnellen. Danach sammelte er Erfahrungen
in der ChampCar und GP2.









RSS-Feed

© adrivo Sportpresse GmbH
Für Deine Website
Diesen Artikel bookmarken bei...