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Wie funktioniert ein Rennauto? Was bewirkt die Aerodynamik wirklich? Woher bekommt der Reifen die Haftung? Die adrivo.com Technikexperten geben Antworten. Dazu zählt u.a. Ex-DTM- und PCC-Pilot Pierre Kaffer.
Mo, 19.02.2007

A1GP - Hintergrund

Rennfahren leicht gemacht

Rennfahren kann kinderleicht sein, zumindest wenn man weiß wie. Wir haben einen Blick in das Cockpit der A1 GP-Boliden geworfen.
© Adrivo Sportpresse GmbH

Motorsport-Magazin.com - Ein besonderes Augenmerk haben wir dabei auf Sitz und Lenkrad gelegt. Nicht außer Acht zu lassen ist natürlich die Pedalerie. Im Fußraum des Cockpits befinden sich drei Pedale, neben Gas und Bremse auch ein Kupplungspedal. Dies wird allerdings nur zum Anfahren benötigt. Viele Fahrer bremsen daher mit dem linken Fuß, andere, wie Nico Hülkenberg, benutzen trotzdem den rechten.

Die Sitzschale ist für jeden Fahrer maßgeschneidert. Wäre dies nicht der Fall, würden die Fahrer nach dem Rennen mit Prellungen und blauen Flecken aus dem Auto aussteigen. Gesichert sind die Fahrer mit einem 6-Punkt-Gurt von Sparco.

Sollte sich ein Fahrer bei einem Unfall verletzen und das Auto nicht aus eigener Kraft verlassen können, können die Verkleidungsteile rund um das Cockpit entfernt werden. So ist gewährleistet, dass der Fahrer ohne Komplikationen und samt dem Sitz aus dem Auto gehoben werden kann.

So sieht die Welt für die Rennfahrer aus © Sutton

Etwas unübersichtlicher sieht da schon das Lenkrad aus, welches 80.000 britische Pfund wert ist. Geschaltet wird unkompliziert über kleine Wippen an der Rückseite des Lenkrads. Mit dem rechten Finger geht es einen Gang rauf, mit der linken Hand wird heruntergeschaltet. Der Fahrer muss bei den Schaltvorgängen, die ungefähr 60 Millisekunden dauern, die Hände nicht vom Lenkrad nehmen.

Der kleine Bildschirm links oben zeigt den aktuellen Gang an. Die Lichter rechts daneben signalisieren die aktuelle Drehzahl. Wenn alle Lichter leuchten, wird geschaltet. Die drei anderen, etwas größeren Bildschirme können mit verschiedenen Funktionen wie Motor- oder Öltemperatur sowie Zwischen- und Rundenzeiten programmiert werden.

Auf der linken Seite befindet sich der grüne, so genannte Power-to-Pass-Button. Mit ihm können die Fahrer vier Mal im Sprint und acht Mal im Hauptrennen kurzzeitig 30 Zusatz-PS aktivieren, um das Überholen zu erleichtern oder schlicht schnellere Rundenzeiten zu fahren. Aber Achtung: Lässt man den Knopf wieder los oder nimmt man den Fuß vom Gas, verspielt man die Extraleistung.

Mit dem blauen Knopf darunter wird der Geschwindigkeitsbegrenzer aktiviert. Vergisst der Fahrer dies bei der Boxeneinfahrt, kann er sich schnell eine Strafe einhandeln. Der mittlere gelbe Knopf dient im Notfall dazu, den Motor zu stoppen. Mit dem rechten gelben Knopf kann man den Leerlauf einlegen. Dies geht übrigens nicht über die Schaltwippen, um die Gefahr eines Verschalters zu minimieren.

Der dunkle Knopf auf der rechten Seite hilft den Fahrern, dass über eine Stunde dauernde Hauptrennen zu überstehen. Jeder Fahrer hat eine Trinkflasche mit an Bord. Ein Druck genügt, um sich einen kleinen Schluck zu genehmigen. Der weiße Knopf dient zur Kommunikation mit der Box. Sehr nützlich bei der Absprache der Boxenstopps und Strategieänderungen. Dabei beschränkt sich die Aufgabe des Fahrers meist auf einfaches Bestätigen der Anweisungen. Die Strategie wird hinter der Boxenmauer ausgetüftelt.

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