So, 12.10.2008

Formel 1 - Japan GP - Nichts aus den Fehlern gelernt?

Ruhe bewahren

Ruhe bewaren, du musst, würde ein runzliges, aber weises kleines Wesen sagen. Lewis Hamilton verfiel in Fuji der dunklen Seite der Macht.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Ein Jahr ist es her, dass Lewis Hamilton seine Titelhoffnungen im Kies von Shanghai und auf den Bodenwellen von Sao Paulo zu Grabe trug. Unerfahren, noch nicht abgeklärt genug, eben ein Neuling war er damals. Ein Jahr danach steckt er wieder mitten im Titelkampf, wieder führt er die WM an. Doch er selbst ist gereift, hat aus den Erfahrungen und Fehlern seines ersten WM-Kampfs gelernt, denkt in jeder Rennsituation an die WM. Das jedenfalls betonten seine Chefs Ron Dennis und Martin Whitmarsh in den Wochen vor Fuji.

Ich muss vernünftig sein. Ich darf niemandem die Tür zuschlagen und darf keine Risiken eingehen.
Lewis Hamilton

"Lewis lernt dazu, er wird mental stärker und weiß, wie er den WM-Kampf zu führen hat", sagte Whitmarsh. Er wisse, was im WM-Kampf wichtig sei. "Klar, ich möchte immer gewinnen, aber ich habe gelernt, dass es manchmal von Vorteil ist, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen und an einem anderen Tag zu kämpfen", sagte Hamilton nach dem Rennen in Valencia. "Mein Ziel ist die Weltmeisterschaft, die gewinnt man aber nicht, wenn man in der Mauer landet, weil man ein überoptimistisches Überholmanöver probiert hat."

Noch am Samstagnachmittag bestätigte er diese neue, innere Ruhe, diese Abgeklärtheit, diese fast schon Iceman-typische, finnische Coolness. "Wir wollen alle gut in die erste Kurve", sagte er. "Ich muss es machen wie immer; einen guten Start und dann als Erster in Kurve eins. Ich muss aber vernünftig sein. Ich darf niemandem die Tür zuschlagen und darf keine Risiken eingehen." Und dann brach doch der Heißsporn, der Racer in ihm durch, der verhängnisvoll hinzufügte: "Aber ich fahre auch, um zu siegen."

Der Massa-Stil?

Innen schlüpften Alonso und Kubica durch. © Sutton

Die Ausgangssituation war nahezu perfekt für Hamilton. Er auf Pole, sein Titelkonkurrent Felipe Massa nur auf Startplatz 5. Es hätte ein typisches Taktikrennen werden können. Wenn da nur nicht dieser Finne neben ihm in Reihe 1 gestanden hätte. Hamilton wollte unbedingt verhindern, dass sich Räikkönen am Start vor ihn setzt, ihn ausbremst und mit einem Taktikspielchen à la Eddie Irvine ins Hintertreffen bringt.

"Lewis hat ein mutiges Manöver gezeigt", nahm ihn Norbert Haug in Schutz. "Ich glaube nicht, dass es ein übermotiviertes Manöver war, es war Ungarnstil von Massa." In Budapest war der Brasilianer mit einem aggressiven Start von drei auf eins vorgefahren, vorbei an beiden McLaren. Im Gegensatz zu Ungarn ging Hamiltons Manöver am Start von Fuji allerdings nicht auf. Er bremste zu spät, wurde hinausgetragen und ließ dabei Räikkönen keinen Platz, um die Kurve zu nehmen. Dafür bekam Hamilton eine Drive-Through-Strafe, die das Fahrerlager spaltete.

Unverständnis auf beiden Seiten

Ich hätte nach Singapur gedacht, er hätte kapiert, wie man Weltmeister wird.
Niki Lauda

"Mir ist nach wie vor nicht ganz klar, warum Lewis bestraft wurde. Das ist doch Motorsport, oder?", konnte Ron Dennis die Bestrafung seines Fahrers nicht nachvollziehen. "Es ist rätselhaft, was da für Entscheidungen gefällt werden." Trotzdem gab es Kritik am WM-Spitzenreiter. Denn egal ob die Strafe gerechtfertigt war oder nicht: "Ich hätte nach Singapur gedacht, er hätte kapiert, wie man Weltmeister wird", sagte Niki Lauda. "Aber hier fängt er wieder an. Wenn er vernünftig fährt, dann wird er Weltmeister."

Nick Heidfeld untermauerte, was der österreichische Ex-Champion damit aussagen möchte: "Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, dass ich hoffe, Hamilton hat etwas aus dem letzten Jahr gelernt", so Heidfeld. "Beim letzten Rennen wurde ihm auch vom Team gesagt, er solle vorsichtig machen. So viel ich in den Highlights des Rennens erkennen konnte, war die Aktion in der ersten Kurve unnötig."

Denn nach den Ereignissen der letzten Wochen, den umstrittenen Strafen dieser Saison, hätte er wissen müssen, dass er sich keine riskante Aktion erlauben darf - oder muss, immerhin stand Massa weit hinter ihm. "Für mich war das etwas optimistisch, vor allem wenn man an die WM denkt", kritisierte Massa, der selbst aber nicht minder aggressiv und fehleranfällig fuhr. Haug deutete dies als Hinweis darauf, dass die Nerven auch bei Massa blank liegen, der Druck auf beiden Seiten enorm ist.

Hart und auch nicht herzlich

Massa war kein bisschen zimperlicher. © Sutton

Nachdem kurz darauf Hamilton von Massa im direkten Zweikampf umgedreht wurde, kamen schnell Gerüchte auf, der Brasilianer habe es absichtlich gemacht, wenigstens um Hamilton einen Denkzettel zu verpassen. "Massa ist nicht dafür da, um Lektionen zu erteilen", sagte Haug sauer. "Er hat Lewis unfair umgedreht. Das sind alles keine Chorknaben."

Hamilton wurde schon öfter in dieser Saison für seine harte Fahrweise kritisiert, so zum Beispiel in Monza, wo er Timo Glock beinahe ins Gras drückte. Danach hagelte es Kritik, auch von Fahrerkollegen wie Robert Kubica. Diese wurde vom Team aber abgewiesen, Kubica solle sich lieber um seine Dinge kümmern. In Fuji machte er das. Während Hamilton nicht punktete, fuhr der Pole wieder in den WM-Kampf.

Eine Standpauke oder Kopfwäsche vom Team wird es aber nicht geben, auch ein genaues Briefing, wie er sich zu verhalten hat, gab und gibt es nicht. "Das sind erwachsene Menschen", erwiderte Haug. "Wir haben mit ihm darüber gesprochen, vorsichtig zu sein, aber das darf man sich nicht wie bei einem Schulkind vorstellen, dem man sagt, was es zu tun hat. Wir geben Ratschläge, aber er möchte selbst Weltmeister werden und muss selbst Entscheidungen fällen."

Diesmal etwas gelernt?

Ich werde ihn im nächsten Rennen schlagen. Nicht um jeden Preis, aber wir planen mit dem Sieg.
Lewis Hamilton

Im letzten Jahr war Kimi Räikkönen der lachende Dritte, diesmal könnte es Robert Kubica werden. Der Finne lag letztes Jahr mit 17 Punkten im Hintertreffen, der Pole hat dieses Jahr nur 12 Punkte Rückstand auf Hamilton. Zwar besitzt er damit nur Außenseiterchancen, doch in der Formel 1 ist bekanntlich alles möglich.

Im Gegensatz zu Massa und Hamilton weist Kubica die geringere Fehlerquote auf. "Das ganze Team macht weniger Fehler, das gilt für die Fahrer, aber auch für die Rennstrategie und die Technik", betonte Mario Theissen. "Wir hatten in dieser Saison noch keinen Ausfall und haben die höchste Zuverlässigkeit. Vielleicht gibt das am Ende den Ausschlag." Man müsse einfach zuschlagen, wenn sich eine Chance bieten sollte.

Hamilton möchte das nicht zulassen. "Ich habe heute zwei Punkte verloren, was Schadensbegrenzung ist. Wir werden in Shanghai genauso stark sein und wir werden sicherstellen, dass wir die letzten beiden Rennen gewinnen." Mit Massa werde er nicht reden, dazu sehe er keinen Grund. Er hat eine andere Antwort im Sinn: "Ich werde ihn im nächsten Rennen schlagen. Es tut mir leid für das Team, ich werde es wieder gutmachen." Allerdings mit einem Zusatz: "Nicht um jeden Preis, aber wir planen mit dem Sieg."

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21 Leser-Kommentare
am 15. Oktober um 12:21 Uhr
2F2F: Ganz vergessen
Alonso hat das Format von einem Villeneuve, Häkkinen oder Raikönnen aber nicht eines Schumachers! Alonso ist super und wirklich schnell, und es macht Spaß ihm beim fahren zu zusehen, aber eine Ausnahmetalent erkenne ich dabei nicht. Denn diese Eigenschaften bringen die o.g. Herren ebenso mit. Vor allem Kimi, beobachtet seine Fahrweise aus der OnBoard wenn er im letzten Renndrittel aufwacht :), eine wahre Augenweide diese Fahrzeugbeherrschung!!! Diese Behauptung über FA hat erst dann Gewicht, wenn er die gleiche Konstanz über 15 Jahre zeigt.
am 15. Oktober um 12:12 Uhr
2F2F: einige Kommentare gelesen
und grundsätzlich habt Ihr Recht! Aber man muss das auch mal aus anderen Blickwinkeln betrachten! Es wurden Strafen gefordert für gefährliches Fahren! Die Medien und alle anderen schauen genauer hin! Jetzt sollen die Jungs keine Fehler machen, und erst recht nicht Ferrari oder McLaren. Die haben eine Lupe über sich! Und dennoch lässt sich ein LH geradezu hinreißen zu einem Manöver das von vornherein zum scheitern verurteil war! Er wurde für seine Arroganz (Kimi ist vorne, aber nicht mit mir) bestraft. Und nochmal, er hat nicht nur einen anderen Fahrer abgedrängt, nein er hat dadurch einen Stau verursacht der mehrere Kollisionen mit sich zog. Zu Massa kann man nur den Kopf schütteln, er hätte eine Stop&go Strafe kassieren müssen. Wer so leicht aus der Ruhe zu bringen ist, hat es nicht verdient WM zu werden. Ich vergleiche die jetzige Situation mit der Schumacher/Villeneuve Situation. Als Schumi ihn von der Bahn drängte waren alle empört! nur Schumi nicht, denn für ihn war diese Aktion ok! Schließlich hatten erst ein paar Jahre zuvor noch Fahrer (Senna) öffentlich gesagt (dich schieß ich heute von der Strecke) hat es getan und wurde sogar bejubelt. Doch die Öffentlichkeit änderte Ihre Meinung im Laufe der zeit und rasierten MS sogar aus der WM Wertung! Wie auch heute, wenn früher solche harten Bremsmanöver in der 1. Kurve noch als ok empfunden wurden, ist es das jetzt nicht mehr! Ich finde, in der Formel 1 sollte der schnellste Fahrer und das schnellste Auto gewinnen! Die haben das in meinen Augen verdient. Wenn aber durch riskioreiche Manöver das Ergebniss verfälscht wird, muss man handeln. Die Formel 1 sollte so bleiben wie Sie ist, es ist spannend und sehr unterhaltsam! Nächstes Jahr, gibt es wieder Slicks (Gott sei Dank), dafür weinger Aerodyn-Spielchen und das überholen wird wieder etwas leichter. Aber was ist mit dem Punktesystem? MS ist doch nicht mehr da, da könenn Sie ruhig wieder das 50Jahre alte System nehmen, damit der Sieg auch wieder was wert ist! Und ich bin für einen EXTRA Punkt, für die Pole und die schnellste Runde im Rennen. Zur techn. Entwicklung möchte ich noch kurz meinen Senf dazu geben! Die Entwicklungen einfrieren ist doch eine Schande! Hallo, das ist F1, die Technik ist doch das Fundament des Erfolges! Sie sollten eine Budget-Grenze errichten für jedes Team gleich, wer dann in was investiert ist jedem selbst überlassen! Chancengleichheit, und gefördert wird nicht nur die Innovation sondern wer das Budget auch optimal investiert.
am 14. Oktober um 16:19 Uhr
n200: @michl420
Die Frage ist doch immer die, ob du mit deinem Tun einem Konkurrenten schadest. Du kannst selber in die Mauer fahren, wenn das niemanden behindert, gibt es keine Strafe. Zerstörst du aber das Rennen eines anderen, muss es ja in irgend einer Form ne Strafe geben. Man kann sicher dikutieren ob das jetzt strafwürdig war, aber auch ein Fakt ist halt, dass ständig Hamilton in solche Aktionen verwickelt ist. Er fährt nach dem Motto, entweder du machst mir Platz oder es kracht.
am 13. Oktober um 22:09 Uhr
AndreasKirsch: Jeder bekommt das
was er verdient - ob Hamilton, Raikkonen (so viele unnötige Unfälle und Fehler), Massa (fährt meistens zu fair, übrigens genauso wie Kaikkonen), Kubica der sich klangheimlich an die Spitze rangeschoben hat, und Alonso der einmal gezeigt hat, dass er das Format eines Schumachers hat - mit einem völlig unterlegenen Auto einen Double eingefahren Respekt Herr Alonso!
am 13. Oktober um 19:35 Uhr
Anonymer Kommenar: Die Presse heute!!
Vor allem die spanische Presse war heute sowas von frech und dreist, das ist von patriotischer Arroganz nicht zu überbieten! Dass der Penner immer noch daran glaubt jemals in ein Ferrari zu sitzen ist echt langsam heuchlerisch! Aber bis es soweit ist bin ich schon längst der neue Papst!!
am 13. Oktober um 16:31 Uhr
michl420: LÄCHERLICHE STRAFEN
Das man am Start neben der Strecke ist hat man schon 100mal gesehen, Strafen gab es meines wissens noch nie. Ein Kimi Raikkonen ist in Spa in der ersten Kurve ohne Not in die Auslaufzone gefahren und hat auf der Anschließenden Geraden Felipe Massa überholt. 4 Reifen neben der Strecke, unerlaubter vorteil weil mehr schwung, einen direkten Vorteil weil er einen ÜBERHOLT hat, da gabs keine Strafe. Nach dem was wir heuer schon für Argumente bei Strafen gehört haben sind das schon 3 wirklich gute Gründe für eine Strafe. Ein ander verbremst sich, hat den eigenen Schaden und wird bestraft. Der nächste Witz. Ein Bourdais kommt aus der Box und hat natürlich Blau, wie sich ein normaler Fan denken würde gilt das nur bei der Bosxenausfahrt und nicht die halbe Runde danach. Er bleibt in der ersten kurve ganz ihnen, 2 Räder so gut wie auf dem Gras, Massa zieht aussen vorbei, ist etwas optimistisch und bleibt ziemlich weit innen. Bourdais dreht ihn um. Dutzende mal gesehen. Dann die "Überraschung", eine Untersuchung. Den Ausgang kennen wir. Andere sind ihn solchen Situationen schon Kampflinien gefahren. Allen hatts gefallen, niemand wurde bestraft.Ob Ferrari bei den Strafen bevorteil wird, da kann jeder denken wie er will. Aber das 50% der Strafen ein Witz sind und so in keiner anderen Rennserie dieser Welt gegeben werden, behaupte ich mal, ist sicher. Normalerweise bin ich bei meinen Kommentaren ziemlich diplomatisch, aber hier platzt mir der Kragen.
am 13. Oktober um 10:34 Uhr
bl: Der lachende Dritte
Räikkönen war vielleicht letztes Jahr der lachende Dritte. Aber verdient war dieser Titel nach all dem Pech der Vorjahre aber sicher. Kubica als lachender Dritte - das wäre eine Lachnummer.
am 13. Oktober um 10:02 Uhr
Patricko: FIA macht Massa zum Weltmeister
Ich bin kein Mclaren Fan, aber durch unfaire Strafen möchte die FIA dieses Jahr Massa zum Weltmeister machen. Bourdais hat sich ganz fair verhalten und ein super Rennen von ihm ist nun kaputt. Ich möchte einfach fairen Sport!!! Auch von den Stewards!
am 13. Oktober um 09:54 Uhr
GM-F1:
Das ist nicht ganz korrekt: man hat gefordert, man solle härter durchgreifen. Es ging doch viel mehr darum: die unterschiedlichen Entscheidungen zu ähnlichen Regelverstößen mit z.T. nicht nachvollziehbarer Härte stießen auf großes Unverständnis. Dann ist es mir lieber, sie fahren sich wieder in die Karre- aber alle. Es muß nicht übertrieben geregelt werden, es muß gleich behandelt werden!
am 13. Oktober um 01:18 Uhr
ferrari fan: Naja, dass was alle forderten...
...ist nun eingetreten. Alle wollten mehr Konsequenz seitens der Rennkomissare oder sie sollten es gleich bleiben lassen. Resultat ist leider mehr Konsequenz, als nun alle wollen. Das zeigt mir, dass wir alle Inkonsequent urteilen und nicht die Komissare! Sie ahnden jetzt halt jedes noch so kleines vergehen. Früher ist man sich Gegenseitig tausendmal absichtlich in die Kiste gefahren und nichts wurde geahndet, weil das "Rennsport" ist. Alle haben gefordert, es solle härter durchgegriffen werden und das wird es nun! Also, was verlangt ihr denn??? Stellt einen klaren Plan auf, wie die Komissare Situationen bewerten und bestrafen sollen, die klar in den Regeln verankert sind! Hamilton hat enorm spät gebremst und ein absolut unnötiges Chaos verursacht. Das ist gefährlich und hätte eine Massenkarambolage oder viele schwere Unfälle zur Folge haben können. Coulthard ist Gott sei Dank nichts passiert. Es ist vielleicht unklar, warum er bestraft wird, wenn er doch keinen berührt hat. Aber es war Richtig, da weitaus mehr hätte passieren können! Absolut unnötig riskant von Lewis, alle anderen Autos in eine brikäre Situation zu bringen! Zurecht bestraft! Wenn man überlegt, was alles hätte passieren können vielleicht sogar noch zu milde! Massa wurde ebenfalls zurecht bestraft. Er hat eine Kollision verursacht. Absichtlich oder nicht, absolut korrekt bestraft! Ob er nun nicht mehr Bremsen konnte, weil er auf dem Gras war ist hinlänglich, da er sich ja selbst in diese Situation gebracht hat! Er hätte bloß abwarten müssen, Lewis hätte die Strafe so und so kassiert! Außerdem gewinnt man das Rennen nicht in einer Kurve, da ist Geduld gefragt und die hat ein Brasilianer halt nicht! Lewis hat die ebenso wenig, warum macht er sonst so einen dermaßenen Blödsinn in der ersten Kurve? Sicherlich vollgepumpt mit Adrenalin setzt manchmal das Hirn aus und das kann man verzeihen und verstehen, wenn er nicht alles immer so unglaublich doof und uneinsichtig kommentieren würde! Massa ist der gleiche Vogel. Es war einfach sein Fehler und zwar sehr eindeutig. Trotzdem ringt er nach Erklärungen und schiebt Lewis den schwarzen Peter zu, weil er ihn aufs Gras "gedrängt" haben soll. Das habe ich auch nach der 100. Wiederholung so gesehen wie jeder andere auch. Er war schon hinter ihm und ist selbst übers Gras gefahren. Das er dann nicht mehr Bremsen kann ist klar, aber Lewis hat daran gar keine Schuld. Blöd nur von Lewis, wenn das Gerücht stimmt, dass er für diese Runde sowieso für einen Boxenstop bestellt war! Dann stell ich aber Lewis' neugewonnene Abgeklärtheit gleich nochmal in Frage! Naja, die Strafe gegen Bourdais ist sicher auch korrekt, weil er bloß mal kurz Bremsen hätte müssen, um eine Kollision zu vermeiden. Schade für ihn, denn Massa war kein Gegner für seinen 6. Platz, sondern nur in dieser einen Kurve aufgrund "professionellem" Verhaltens!

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