Sa, 11.10.2008

Formel 1 - Alonso will sich im WM-Kampf nicht einmischen

Massa keine Probleme machen

Am Sonntag plant Fernando Alonso nicht, Felipe Massa viele Probleme zu machen, da er in den WM-Kampf nicht eingreifen will. Für ein Podest bräuchte er Glück.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Rein leistungstechnisch betrachtet gehören die ersten vier Positionen in diesem Jahr eigentlich Ferrari und McLaren. Das dem nicht immer so ist, ist für die Fans und die anderen Teams klarerweise eine Wohltat. Auch Fernando Alonso hatte nach dem Freitag höchstens mit Rang fünf im Qualifying von Fuji gerechnet, nach Q1 und Q2 sogar noch mit weniger. Deswegen bezeichnete er Startplatz vier dann auch als angenehme Überraschung. "Das Auto war mit mehr Benzin an Bord besser. In Q1 und Q2 war das Auto bei der Abstimmung nicht perfekt. Normalerweise stimmen wir das Auto im dritten Training für das Qualifying ab. Heute hat es aber geregnet, also sind wir mit dem Setup von gestern gefahren, das für längere Runs mit viel Benzin war. Das hat in Q3 dann wohl ein wenig glücklich geholfen", erklärte der Spanier.

Das Auto lief heute mit dem Option viel besser für uns
Fernando Alonso

Auch eine Rolle gespielt hatten die Reifen, wobei er da keinen größeren Unterschied beim Grip zwischen viel und wenig Benzin bemerkt hatte als sonst. Allerdings war der Unterschied zwischen Prime und Option sehr groß. "Wir mussten schon in Q1 den Option nehmen, damit wir durchkamen. In Q3 begannen wir dann mit dem Prime und als wir den Option drauf taten, wurde ich sieben Zehntel schneller. Das Auto lief heute mit dem Option viel besser für uns." Für den Sonntag wollte er die Erwartungen aber klein halten, denn ihm war klar, dass der Renault auch weiterhin langsamer als die Ferrari und die McLaren ist. Er wäre schon froh, wenn er hinter ihnen ankäme, meinte er. "Für ein Podest werden wir Glück brauchen, denn heutzutage ist die Zuverlässigkeit sehr hoch, es gibt kaum Ausfälle. Wir haben die Pace nicht, also brauchen wir viel Glück."

Keine Einmischung in den WM-Kampf

Und als Zünglein an der Waage im WM-Kampf wollte Alonso auch nicht gelten, weswegen er schon prophezeite, Felipe Massa nicht zu viele Probleme machen zu wollen, sollte er attackieren. Generell konnte er nur sagen, dass in der WM noch viel passieren könne, da ein Defekt ständig möglich sei, so wie er Massa auf dem Weg zum Sieg in Ungarn passiert ist. Aus eigener Erfahrung wusste er, dass man als WM-Anwärter oder auch Favorit am Rennwochenende eigentlich immer nur bete, dass das Auto am Sonntag über die Ziellinie kommt.

Das sind gute Neuigkeiten für uns und ich freue mich jetzt auf das Rennen morgen, auf Shanghai und auf Brasilien
Fernando Alonso

Zu den Favoriten zählt Alonso aktuell zwar nicht, er hatte in den vergangenen Rennen aber den passenden Aufwärtstrend bei Renault gesehen. Zwar sei man in Singapur etwas besser aufgestellt gewesen als in Fuji, aber generell sei die Position im Feld viel besser als vor vier oder fünf Rennen. "Das sind gute Neuigkeiten für uns und ich freue mich jetzt auf das Rennen morgen, auf Shanghai und auf Brasilien. Für das Team und mich ist das eine gute Motivation", erklärte der Spanier. Dass Renault so stark werden könnte, damit hatte er zu Saisonbeginn und auch zu Saisonmitte noch nicht gerechnet. "Aber wir sind jetzt schon vier oder fünf Grands Prix konstant hinter Ferrari und McLaren, das ist besser als erwartet."

Es dürfte unvorhersehbarer werden

Und im kommenden Jahr rechnete er damit, dass alles noch enger wird, nicht nur der Rückstand von Renault zur Spitze. "Bereits die Regeländerungen der vergangenen Jahre waren gut, damit es im Feld enger geworden ist." Dazu zählte er die Einheitsreifen, die Einschränkungen der Aerodynamik und auch die Einheitselektronik. "Am Ende wird es dann vielleicht eher wie die GP2 als die Formel 1. Das wird die Rennen sehr unvorhersehbar machen und die Fans genießen das vielleicht mehr", sagte Alonso. Das Auto werde aber natürlich weiter Teil des Erfolges bleiben, nur gebe es mehr Variablen, die eine Rolle spielen. "Es gab dieses Jahr schon viele Sieger und das wird nächstes Jahr vielleicht wieder so. Man muss jetzt die kleinen Dinge finden. Vorher lag es nur am Auto, jetzt auch an Setup, Glück und einer klugen Strategie."

Artikel bewerten
kommentieren
versenden
drucken
  • schlecht
  • mäßig
  • brauchbar
  • gut
  • super

3

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews
9 Leser-Kommentare
am 12. Oktober um 01:30 Uhr
Formulaone:
Also von mir aus kann Alonso ruhig in den WM-Kampf eingreifen. Nämlich indem er Massa morgen so schnell und früh wie möglich vorbeilässt, am besten schon am Start. Oder indem er Hamilton überholt oder wegrammt. Es ist ja auch kein Geheimnis, dass Alonso wohl lieber einen Massa als Weltmeister hätte. Bin gespannt, wie Alonso sich verhalten wird, wenn Massa morgen hinter ihm ist und Druck macht bzw. schneller fahren könnte. Auch möchte ich Alonso an dieser Stelle ausdrücklich loben, der 4. Platz ist eine gute Leistung.
am 12. Oktober um 00:41 Uhr
puffpirat:
brauch ich nich...und mein Nick tut hier nix zur Sache, hat zur deiner Info auch nix mit dem Rotlichgewerbe zu tun. Also spar dir das Puffmutti. Naja man sollte als Deutscher ein bisschen auf seine Wortwahl achten, du willst doch nicht das deine Aussagen im "rechten Licht" erscheinen.
am 11. Oktober um 20:01 Uhr
Rennfreund: @"Puffmutti"
Lass das mal ruhig meine Sorge sein, was und wie ich schreibe. Kümmere dich lieber um dein Plesier falls dein Nick da evtl. im Kontext stehen sollte. Nicht der, der schreibt hat die schlechten Gedanken, sondern der, der sich etwas hinein interpretiert. Also fass dich an deine eigene Nase!!!
am 11. Oktober um 18:41 Uhr
puffpirat: @Rennheini
überpigmentiert ja...solltest vielleicht aufpassen was du schreibst. Frag mich grad was dreister ist, sich mit Senna zu vergleichen oder so nen Bockmist zu schreiben
am 11. Oktober um 16:34 Uhr
KingFelipeMassa: @ rennfreund
Das seh ich genau so.. Das is echt das aller aller letzte das er sich mit Senna auf eine Stufe gleich stellt...
am 11. Oktober um 15:49 Uhr
Rennfreund: wenn er ihn vorbei lässt...
sollte das heissen...
am 11. Oktober um 15:48 Uhr
Rennfreund:
Da würde Alo ja direkt ein paar Pluspunkte bei mir gut machen. Er kann bei der WM eh nichts ausrichten, warum sollte er Massa dann aufhalten. Für mich geht das in Ordnung wenn er ihn nicht vorbei lässt. Muss nur noch Kimi an dem englischen Arroganzpinsel vorbei kommen und ihn solange einbremsen bis Massa in Schlagdistanz ist. Ich gönne dem überpigmentierten Arroganzheini von Hamilton keinen Wm-Titel. Sich selbst mit einem A. Senna auf eine Stufe zu stellen ist mir einfach zu dreist! Der muss erst mal ordentlich auf die Fresse fallen und auf den Boden zurück kommen und wen er seine Arroganz dann mal abgelegt hat, dann kann er meinetwegen auch WM werden!
am 11. Oktober um 14:09 Uhr
KingFelipeMassa:
Tja Alonso mag Ham einfach nicht :D er mag bestimmt lieber das Massa WM wird.
am 11. Oktober um 13:59 Uhr
Carmenrosa: Massa so einfach vorbeilassen????
Heißt auch in den WM-Kampf eingreifen. Solange Alonso vor Massa liegt, geht es für ihn um eine Position die er Verteitigen sollte, oder will er Massa helfen doch noch an Hamilton dran zu bleiben? Aber eben, daß ist dann doch ein Eingriff in den WM Kampf. Die Podestchangen sind für Alonso gegeben.

Werbung