Sa, 11.10.2008

Formel 1 - Theissen gegen Kundenautos

B-Teams nicht wünschenswert

Mario Theissen ist kein Freund von Kundenautos und B-Teams. Er glaubt, sie würden die F1 verändern.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Spätestens seit dem Sieg von Sebastian Vettel in Monza sind Kundenautos wieder ein großes Thema. Gerhard Berger sprach sich an diesem Wochenende klar für die Möglichkeiten von Kundenautos aus. Mario Theissen sieht das anders. Denn für ihn würde das unweigerlich zur Schaffung einer Zweiklassengesellschaft mit A- und B-Teams führen.

"Aus meiner Sicht sind B-Teams nicht wünschenswert", so Theissen. "Das wäre nicht mehr die Formel 1." Die einen Teams würden um den Sieg fahren, die anderen wären nur dazu da, sie zu unterstützen. "Das würde alles verändern, und zwar in eine Richtung, die wir nicht haben möchten." Deswegen sei BMW immer gegen Kundenautos gewesen.

"Nicht wegen der Kundenautos an sich", stellt Theissen klar, "sondern wegen der Abhängigkeiten der Teams." Das habe sich vor zwei, drei Jahren gezeigt, als einige Teams ihre Dienste für kostenlose Autos anboten. "Dafür hätten sie gemacht, was das A-Team möchte."

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sieht die Situation ganz anders: "Es ist sehr wichtig, dass die F1 B-Teams bekommt", sagte er in Fuji. "Je härter der Wettkampf wird, desto besser ist er am Ende. Ich glaube, wir haben einige gute Beispiele in diesem Jahr mit verschiedenen Siegern gesehen. Das ist manchmal nicht so schön für uns, aber gut für die F1, den Sport und die Popularität der Serie."

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3 Leser-Kommentare
am 12. Oktober um 05:07 Uhr
Carmenrosa: Furcht vor besserem B-Team???
Wäre natürlich keine gute Werbung (zB. für BMW), wenn das B-Team gewinnt und das A-Team versagt.
am 11. Oktober um 19:28 Uhr
hauerg: So einfach
Ein B-Team Ferrari mit BMW Motor wäre aber nicht im Verdacht Sklavendienste (für wen auch!!!) zu verrichten! Keine Konstrukteurspunkte für sowas, eigene Teamwertung, und Chassis/Motor Kombination muss einzigartig sein. Fertig.
am 11. Oktober um 16:35 Uhr
matt135:
Kundenautos wären, wenn sie einigermaßen konkurenzfähig sind, durchaus das Salz in der Suppe. Allerdings hat Hr. Theissen mit seinen Bedenken nicht völlig unrecht, und in der Formel 1 passiert viel auf politischer Ebene.

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