Samstag, 30.08.2008
Fr, 08.08.2008

Formel 1 - Gascoynes Sparideen

Weniger Tests, länger haltbare Motoren

Auch wenn die Gratis-Kundenmotoren wohl nicht kommen werden, so hat Mike Gascoynes andere Ideen, um die Kosten für die Privatteams nach unten zu bringen.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Die Kosten sind in der Formel 1 bereits seit langem ein heiß diskutiertes Thema und aktuell arbeiten die Teams auch daran, FIA Präsident Max Mosley Regelvorschläge zu bringen, wie diese in Zukunft weiter gesenkt werden können. Ein Grund für Mosleys Wunsch dazu sind die unabhängigen Teams, deren Fortbestehen er unbedingt sichern will, die ihrerseits aber kostendeckend arbeiten müssen. Der Vorschlag des FIA Präsidenten, dass die Hersteller ihre Motoren unentgeltlich an die Teams liefern, wurde auf Herstellerseite zwar sehr ablehnend aufgenommen, doch Mike Gascoyne von Force India sieht auch andere Wege, um den unabhängigen Rennställen unter die Arme zu greifen.

Die Hersteller verstehen, dass sie unabhängige Teams brauchen
Mike Gascoyne

"Die Hersteller verstehen, dass sie unabhängige Teams brauchen. Sonst gibt es nur fünf Hersteller-Teams, die herumfahren und das ist in niemandes Interesse", meinte der Chief Technical Officer. Er könnte sich vorstellen, dass man die Tests reduziert und während der Saison gar nicht testet, während gleichzeitig die Motorlebenszeit verlängert werden sollte. "Das wird die Kosten reduzieren und ich denke, niemand kann abstreiten, dass dies der Weg ist, den wir gehen sollen", betonte Gascoyne.

Er ist der Ansicht, dass in der Formel 1 mehr Geld ausgegeben wird als notwendig und glaubt deswegen, dass die Kosten kontrolliert werden müssten. Allerdings weiß er nicht, wie das zu bewerkstelligen sein soll. "Wir haben Motoren für zwei Rennen und das sollten wir nach Möglichkeit ausbauen - alle waren in der Lage, damit umzugehen. Die Formel 1 braucht kleinere Teams. Im Moment ist es sehr hart umkämpft und wir liegen innerhalb von zwei Sekunden hinter der schnellsten Rundenzeit - und das machen wir mit 120 Millionen Dollar", erklärte er und fragte sich, warum andere Teams 500 Millionen Dollar ausgeben.

Länger haltende Motoren wären für Mike Gascoyne auch eine Option © Sutton

Seiner Meinung nach kann man eine starke Rennserie haben und das mit Autos wie Force India sie hat, die vor drei oder vier Jahren nicht weit vom Spitzenfeld weg gewesen wären. "Wie man das schafft, weiß ich nicht. Aber die Formel 1 sollte sicherstellen, dass Teams antreten können und außerdem Motoren und Antriebseinheiten für einen vernünftigen Geldbetrag bekommen. Ob das passiert oder nicht, wer weiß?"

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1 Leser-Kommentar
am 09. August um 22:01 Uhr
insideRacing: 500 Millionen Dollar?
Das hat wirklich Bild-Zeitung Niveau! Weiß der Herr Gascoyne eigentlich auch was er da erzählt? Kein Team gibt 500 Millionen Dollar pro Jahr aus! Das es Teams gibt die aber nicht mit 120 Millionen auskommen wie Force-India, könnte daran liegen das sie neben dem Chassis auch noch den Motor entwickeln und bauen müssen. Ja, auch das kostet Geld! Mike wird das scheinbar nicht wissen wenn er Motoren zum Nulltarif fordert! Neben den immensen Entwicklungskosten stecken hauptsächlich Materialkosten in den Motoren und die gibt es nun mal nicht kostenfrei! Wenn die Motorenbauer auch noch anteilig die Entwicklungskosten von den Kundenteams verlangen würden die z.B. die Entwicklung des V8 (ja, der der so günstig sein soll) oder die Ausweitung auf die 2-Wochenend-Motoren verschlungen hat, könnte er seinen Laden wohl gleich zusperren! Tests während der Saison sind auch dafür da den Motor zu testen und auch das wird man tun müssen wenn man die Motorhaltbarkeit verlängern will! Mike Gascoyne wiederspricht sich leider mit seinen Forderungen. Konstruktive Vorschäge wären da eher angebracht als dieses unqualifizierte rumgejammer!

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