Di, 08.07.2008

Formel 1 - Mosley spricht vor Gericht

Höchsten Grades erniedrigt

Die Schlammschlacht einer britischen Boulevardzeitung und Max Mosley geht nun auf offiziellem Wege weiter. Vor Gericht wird weitergekämpft.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - In London findet zur Zeit der Auftakt zur Verhandlung zwischen Max Mosley und News of the World statt. Vor Gerichte machte Mosley klar, dass in seiner Orgie mit fünf Prostituierten auf keinen Fall nationalsozialistische Elemente zum Einsatz kamen.

Die besagte Zeitung habe sein "Leben verwüstet", wie Mosley vor dem höchsten Gericht wissen ließ. "Mir fallen nur wenige Dinge ein, die noch unerotischer sind als Nazi-Rollenspiele", sagte Mosley dem Daily Telegraph. "Außerdem habe ich noch andere Assoziationen damit, die es noch uninteressanter für mich machen", deutete Mosley an.

"Mein ganzes Leben schon musste ich mit der Vorgeschichte meiner Eltern leben und das Letzte was ich im sexuellen Kontext machen möchte ist daran erinnert zu werden", sagte er. "Ich will damit nicht behaupten, dass meine Eltern Nazis waren, aber es gab offensichtlich eine Verbindung."

Mosleys Verteidiger, James Price QC, geht mit dem Boulevardblatt hart ins Gericht, im wahrsten Sinne des Wortes. Als "Spanner" bezeichnete er das Blatt. Ein "grausamer" und "unentschuldbarer Angriff" auf die Privatsphäre seines Mandanten liege vor. "Ein Abhörgerät oder eine Kamera in einem Schlafzimmer zu verstecken, um jemanden auszuspionieren heißt, ein grundlegendes menschliches Tabu zu brechen", sagte Price. "Mein Mandant wurde im höchsten Grade erniedrigt."

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Schlagwörter: Max Mosley, Gericht, Sex, Orgie, Skandal

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6 Leser-Kommentare
am 09. Juli um 11:28 Uhr
GM-F1: P.S.
Im übrigen bringt es @duak007 genau auf den Punkt!
am 09. Juli um 11:26 Uhr
GM-F1:
Macht keinen Sinn. Warum sollte er sich bewußt in eine Situation begeben-also wissentlich, daß er gefilmt wird- die ihm schaden würde?
am 08. Juli um 19:50 Uhr
LotusFan:
Ich lach mich weg : Behauptet der doch glatt ,das seine Erzeuger keine Nazis waren . Dann war Himmler wohl Mitglied der DKP und Adolf der heimliche Bruder von Stallin . Das arme Opfer Mosley kann einem schon richtig Leid tun . Wer hat eigentlich die Nutten bestellt und bezahlt ,wer hat das Programm festgelegt und wer hat seinen Traumkörper so auffällig den Kameras päsentiert, von denen er ja angeblich gar nichts wusste. Wenn Lügen kurze Beine hätten ,müsste Mosley auf dem Zahnfleisch robben :-)
am 08. Juli um 18:56 Uhr
duak007:
Ich glaube Mosley. Ist doch alles nur ein blödes Spiel von Leuten, die ihn schon davor nicht sehr mochten. Zum Glück ist ihr mieses Spiel nicht aufgegangen und Mosley ist im Amt geblieben.
am 08. Juli um 17:21 Uhr
ceniza: Mosley
bringt sich selber immer mehr ins Abseits. Er sollte versuchen, seinen privaten muell, der an die oeffentlichkeit geschleift wurde -ja, ist nicht okay, aber eben passiert - nun nicht auf dem Ruecken der oeffentlichkeit entsorgen. Eigentlich interessiert sein falten-popo-sexualleben doch ueberhaupt niemanden mehr. Seine Aussagen hoeren sich so nach Ausreden an, will er denn alle fuer dumm verkaufen?
am 08. Juli um 14:40 Uhr
viste:
der 4. abschnitt ist doch wohl lächerlich. ".. er möchte nicht daran erinnert werden." Ach komm, und deswegen zählen die prostituierten die peitsch-hiebe auf deutsch mit engleischem accent und tragen knast-uniform. Wer soll das glauben? Es ist nicht in ordnung zu spionieren, aber mosley soll jetzt nicht wie ein kleines nasses kücken weinen.

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