Mi, 14.05.2008

Formel 1 - Hamilton beginnt mit Testbestzeit

Auftakt in Le Castellet

Im südfranzösischen Le Castellet eröffneten die zehn F1-Teams den ersten Test seit der Europarückkehr in Barcelona.
© Bumstead/Sutton

Motorsport-Magazin.com - Es geht wieder los: In Le Castellet nutzten alle zehn Rennställe die Wandlungsfähigkeit des Kurses, um auf der 3,593 Kilometern langen Streckenvariante mit dem viel versprechenden Namen 2D-SC an den Aerodynamikkonfigurationen für Monaco zu arbeiten. Im Fürstentum kommen nächste Woche wie üblich besonders viele Flügelchen und Aerodynamikteile zum Einsatz. Besonders auffallend waren erneuerte Dumbo-Flügel auf der Fahrzeugnase des Honda sowie eine lang gezogene Haifisch-Motorabdeckung bei Williams, womit nun das dritte Team nach Red Bull und Renault diesen Weg eingeschlagen hat.

Neue Dumbo-Flügel für Honda. © Bumstead/Stton

Die schnellste Zeit fuhr ein Auto ohne Flossen: Lewis Hamilton war in 1:05.600 Minuten fast eine halbe Sekunde schneller als Kimi Räikkönen im Ferrari. Beide konzentrierten sich auf Arbeiten am Setup, den Reifen und dem Aerodynamikpaket für das anstehende Rennen. Räikkönen fuhr den Tag über mit der konventionellen Fahrzeugnase, nur auf der letzten Runde probierte er auch die Lochnase aus. Diese soll in Monaco wieder zum Einsatz kommen, nachdem Ferrari in der Türkei darauf verzichtet hatte.

Platz 3 belegte Robert Kubica, dessen Testfokus ähnlich aussah. Zudem arbeitete der Pole an der Aufhängung und der Motorelektronik. Am Vormittag schleppte Kubica seinen F1.08 mit einer kleinen Rauchfahne an die Box zurück. In Folge eines Öllecks wechselte das Team vorsichtshalber den Motor, bevor Kubica die Testarbeit wieder aufnahm. Trotzdem fuhr er mit 124 Umläufen die viertmeisten Runden. Nur Nico Rosberg (154 Runden), Lucas di Grassi (146) und Alex Wurz (131) waren noch fleißiger. Renault-Testingenieur Christian Silk begründete die vielen Runden mit der schlechten Wettervorhersage für den Rest der Woche. "Sie ist noch unsicher. Sollte der Regen unser Programm stören, haben wir schon heute so viel wie möglich davon erledigt."

Auch Williams setzte auf eine Haifischflosse. © Bumstead/Sutton

Der Testtag wurde nur von zwei roten Flaggen unterbrochen, die durch Sebastian Vettel und Lucas di Grassi ausgelöst wurden. Neben Kubica blieb auch Hamilton einmal in der Box stehen. Die vierte Kraft hinter den drei Topteams war Red Bull. Mark Webber platzierte den Wagen mit der Ursprungsheckflosse auf dem vierten Rang vor Sebastian Vettel im Schwesterauto und Nico Rosberg. Timo Glock rundete das Ergebnis des deutschen Trios auf Rang 8 ab. Für Vettel war es der erste Test mit dem neuen STR3, der bei seiner ersten Ausfahrt in Barcelona stark beschädigt worden war. In Monaco soll das verspätete Debüt erfolgen. Vettels Tageswerk wurde von einigen Kinderkrankheiten am neuen Auto behindert, darunter ein fehlerhafter Zeitsensor.

Timo Glock testete neue Aerodynamikteile für Monaco, darunter ein neuer Heckflügel. "Es war ein normaler Testtag", so Glock. "Die einzigen Probleme gab es, als wir in der Mittagspause einige größere Änderungen vornahmen, die länger dauerten als erwartet." Das habe ihn einige Runden gekostet. "Ich war mit dem Auto ziemlich zufrieden, aber wir müssen die Traktion noch verbessern." Außerdem arbeitete Glock an den Startsystemen und den weichen Reifen.

Die letzten beiden Plätze der Zeitenliste teilten sich Tonio Liuzzi und Renault-Tester Lucas di Grassi auf. Liuzzi arbeitete an einer komplett neuen Vorderradaufhängung, die kommende Woche in Monaco erstmals eingesetzt werden soll. "Wir fuhren mehr als 100 Runden und es gab keinerlei Zuverlässigkeitsprobleme", freute sich Liuzzi. "Zunächst mussten wir etwas an der Balance arbeiten, aber danach machten wir einige Fortschritte." Am Donnerstag übernimmt Adrian Sutil das Auto, bevor Giancarlo Fisichella ab Donnerstagnachmittag die neuen Komponenten testen wird. Am Freitag wechseln die Teams dann auf eine andere Streckenvariante, um sich auf den Kanada GP vorzubereiten.

Artikel bewerten
kommentieren
versenden
drucken
  • schlecht
  • mäßig
  • brauchbar
  • gut
  • super

4.67

Diesen Artikel bookmarken bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews
5 Leser-Kommentare
am 15. Mai um 23:05 Uhr
pit123: ähm...
also erstma @DR.Wolfsauge: nicht wirklich sinnvoll was du da erzählst ganz zu schweigen von dem "heiko" ôo sry... aber auch @asaint: lewis hat heikki beim start übertölpelt ? wo ? wann ? siehe bahrain... ôo
am 15. Mai um 21:53 Uhr
172:
Vielleicht hätte Heikki Niki Laudas Buch "Meine Story" lesen sollen. Besonders den Teil über seine Zeit bei McLaren. Übrigens hätte Alonso das Buch wohl vielleicht auch lesen sollen.
am 15. Mai um 16:50 Uhr
ceniza: Heikki
wird sich damit abfinden muessen, dass es einen darling gibt im team, und das ist nicht er. Lewis hat letztes Jahr die erste geige gespielt und tut das dieses jahr auch. Sollte heikki aufholen, wird man (Dennis) schon wissen, wie sie ihn hinter dem Briten einbremsen. Ham durfte als einzigster fahrer einen Pokal mit nach hause nehmen, er darf exclusive Werbevertraege abschliessen, er bekommt einen teuren Sportwagen als Erfolgs- Praemie versprochen etc....Und heikki ist das Aschenputtel. Aber vielleicht bekommt er ja am ende den grossen PREIS! Abwarten.....
am 15. Mai um 16:19 Uhr
asaint: HM...Dr.Wolfsauge
Sind Wölfe blind??? ;-) Erstmal, er heißt Heikki nicht Heiko. Zweitens, Lewis hatte eine mächtige Pechsträne, oder wie nennst du das, was ihm in den Rennen 2 und 3 passiert ist!? So, und wo war Heikki? Und wo ist er jetzt, punktemäßig? Also, laß uns mal sehen was passiert, wenn beide Jungs gleichauf fahren können, denn bisher hat Lewis ihn bei jedem Start übertölpelt. Jezt kommt Monaco, da werden die McL den Ton wenn nicht bestimmen, dann zumindest mitangeben können. Heikkis Zeit kommt schon noch, aber eines ist klar, Heikki wird nicht mehr erreichen können, als Coulthard mit Mika oder Barichello mit Schumi solange Lewis im Team ist. Leider!!! Aber alles zeichnet sich danach ab, oder hast du irgendwo lesen können, dass McL es Heikki ebenso freistellt exklusive Werbeverträge abzuschließen? Das allein läßt auf eine außergewöhnliches Verhältnis zwischen Lewis Hamilton und McL und Ron Denis schließen. Sorry
am 15. Mai um 15:39 Uhr
Ice Wolf: Heiko ist besser als Lewis!
ja was wäre wenn? Heiko hatte die gleiche Strategie wie Kimi! Lewis hat mächtig Schwein im Moment das Heiko Pech hat! Denn irgendmal reisst die Pechsträhne ab! Aber dann sieht der Lewis aber ziemlich alt aus!

Werbung