Dienstag, 07.10.2008
Di, 13.05.2008

Formel 1 - Privatteams haben eine Zukunft

Kolles kennt das Geheimnis

Colin Kolles will wissen warum das Team von Aguri Suzuki untergegangen ist. Er ist der Meinung, dass Privatteams sehr wohl eine Zukunft in der Formel 1 haben.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - Den Rücktritt des Super Aguri Teams deuteten viele als Zeichen, dass es um die Zukunft der Privatteams nicht sehr gut steht. Doch der Teamchef des neuen Force India Teams, Colin Kolles, sieht das Problem woanders. Das schlechte Business Modell von Super Aguri sei Schuld daran gewesen, dass das Privatteam nicht überleben konnte.

Unabhängige Teams sollen laut Kolles definitiv eine Zukunft in der Formel 1 haben, wie er gegenüber Autosport wissen ließ. "Wenn man das richtige Business Modell hat, ja. Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, als Jordan zu Midland wurde, als Midland zu Spyker wurde und als Spyker zu Force India wurde, dass man Investoren und Teilhaber finden kann, wenn man das richtige Business Modell hat. Eine saubere Balance ergibt eine saubere Firma."

Viele Teams würden sich bei ihren Anstrengungen die größeren Teams anzugreifen, zu sehr verausgaben. "Am Ende des Tages ist jedes Team selbst für dessen Finanzhaushalt verantwortlich und man muss sein Team auf einen kosteneffizienten Weg führen", so Kolles. Super Aguri sei das beste Beispiel dafür wie man es nicht machen sollte. "Wenn man ein kleines Team hat und versucht sofort die großen Stars anzugreifen, funktioniert das eben nicht. Das muss man Schritt für Schritt versuchen."

Das Rezept für ein erfolgreiches und unabhängiges Formel 1 Team kennt Kolles bereits. Ein Geheimnis macht er daraus nicht. "Wir bauen unsere Autos selbst, wir sind unabhängig, wir haben starke Partner, da wir eine saubere Firma haben und wir haben einen guten Business Plan. Es ist einfach eine gesunde Struktur."

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4 Leser-Kommentare
am 13. Mai um 23:36 Uhr
Mav05:
Sicherlich hat die ganze Welt bezüglich des Aguri-Ausstieges nur auf einen Kommentar des Schaumschlägers Kolles gewartet, dessen Befähigungen zur Teamführung mir seither verborgen blieben sind. Ein Team, dass in 2 Jahren 4 Besitzer nötig hatte und einst bei der Fahrerwahl mit dem Spruch antrat "Wir sind nicht hier um zu gewinnen sondern um Geld zu verdienen!" sollte sich mit dümmlich-altklugen Kommentare doch etwas zurückhalten und lieber mal vor der eigenen Tür kehren. Aguri gibt es zwar leider nicht mehr, aber die haben 2007 etwas erlebt, was der Kolles-Truppe wohl immer versagt bleiben wird: ERFOLG! Und so konnten sie wenigstens erhobenen Hauptes gehen, während Kolles sich wohl irgendwann mal davonschleichen muß...
am 13. Mai um 17:09 Uhr
Bellerophon: viele Namen, kein Team
als Jordan zu Midland wurde, als Midland zu Spyker wurde, als Spyker zu Force India wurde, als Force India zu Fisichella Sports wurde, als Fisichella Sports zu Mad Max Racing wurde und schließlich wieder zu Jordan. Sollte Mallya aufgeben BITTE dem Team die lizenz entziehen und es mal mit neuen versuchen. Wo sind die alle hin, die noch 2006 in die F1 wollten und nicht durften.
am 13. Mai um 15:50 Uhr
Formulaone:
Im Vergleich zu Aguri Suzuki hat Herr Mallya von Force India Geld ohne Ende....an der Kohle wird es bei diesem Team nicht scheitern, daher sollte sich dieses Team länger halten können. Mallya ist der Abramowitsch der Formel 1. Seine Yacht, die am Wochenende vor Istanbul lag, sah verdammt groß aus und das neue Motorhome des Teams ist fast in einer Liga mit dem von McLaren.
am 13. Mai um 15:21 Uhr
duak007:
Bin mal gespannt, wann (und ob) Force India aufgibt. Sollte dies dazu kommen, gehört dies bestimmt zum "Buisness Plan".

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