Fr, 12.10.2007

Formel 1 - Nach dem Ferrari-Deal

A1GP-Boss will Formel 1 Team

Eine eigene Rennserie ist für Tony Teixeira nicht genug. Den Südafrikaner zieht es in die Königsklasse des Motorsports.
© Sutton

Motorsport-Magazin.com - A1GP-Boss Tony Teixeira ist der Mann der Stunde im Motorsport. Erst durfte er den Vollzug des lange erwarteten Deals mit Ferrari verkünden. Ab 2009 wird die Scuderia die A1GP exklusiv mit Motoren ausrüsten sowie bei der Chassis-Konstruktion behilflich sein. Dann bekräftigte der südafrikanische Unternehmer seine Absicht, demnächst auch bei den Großen mitspielen zu wollen. Teixeira möchte ein Formel 1-Team kaufen.

Zu diesem Zweck war er beim Italien Grand Prix in Monza, wo er seine Möglichkeiten auslotete. "Ich schaue mich um. Ich habe schon mit zwei oder drei verschiedenen Teams gesprochen, die vielleicht zum Verkauf stehen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters gestern.

Allerdings wolle Teixeira einen Deal abschließen der Sinn macht - der Preis müsse stimmen und die Chance, nach vorne zu kommen, müsse gewährleistet sein. "Ich werde es nicht machen, um Letzter zu werden", sagte er. Insbesondere an Spyker war Teixeira interessiert. Dort ist ihm jedoch das Joint Venture des indischen Milliardärs Vijay Mallya und des Holländers Michiel Mol zuvorgekommen.

Blieben also Super Aguri und Toro Rosso. Da letztgenannte Team wird ebenso wie seine Serie mit Ferrari-Motoren ausgerüstet. "Toro Rosso ist einer der Kandidaten", bestätigte Teixeira. Derzeit befindet sich das Team jeweils zur Hälfte in den Händen von Gerhard Berger und Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz. Von einer Absicht der beiden, das Team zu verkaufen, ist nichts bekannt.

So bleibt abzuwarten, was aus den ehrgeizigen Ambitionen des Südafrikaners wird. Denn eines ist für den A1GP-Boss klar. Im Hintergrund will er sich nicht halten, wenn er zum Zug kommt. "Ich will so nah am am Gipfel des Motorsports dran sein, wie ich kann", sagte Teixeira. "Für uns ist das keine Spielerei. Wenn ich mich bei einem F1-Team engagiere, dann als ein Insider."

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4 Leser-Kommentare
am 12. Oktober um 15:58 Uhr
s1gn: die ganze formel eins ist teuer
das einzige argument welches ich gelten lassen würde wären die einschreibe gebühren und die damit verbundenen limitierten team plätze in der formel eins. da kommt man über einen teamkauf einfacher ran. wenn ein team verkauft werden soll/muss, dann hat dies in den meisten fällen gründe. in der regel sind diese in der erfolgslosigkeit zu suchen. wenn ich aber an die spitze will, warum sollte ich mich dann mit "schrott" rumschlagen?
am 12. Oktober um 13:49 Uhr
Bellerophon: Kundenchassis
Einfach zwei Ferrari kaufen, und fertig. Man muß halt nur ein 13. Team zulassen.
am 12. Oktober um 11:41 Uhr
Formulaone: selber aufbauen
Selber aufbauen ist vielzu aufwendig und teuer. Windkanal bauen, Personal zusammensuchen etc. Es wäre schon eine Glanzleistung ein Team wie Spyker oder Torro Rosso an die Spitze zu führen. Fast ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man die riesigen Automobilhersteller als Konkurrenten hat.
am 12. Oktober um 10:42 Uhr
s1gn: guter rat:
nicht ins gemacht nest setzen sondern selber aufbauen!

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